Mit Ballack : Chelsea schlägt Manchester United

Michael Ballack mit dem FC Chelsea zieht in der englischen Fußballmeisterschaft davon. Die „Blues“ schlugen am Sonntag im Topspiel den Titelverteidiger Manchester United mit 1:0 (0:0) dank eines Kopfballtreffers von Kapitän John Terry. In der Tabelle führt Chelsea nun mit fünf Zählern Vorsprung, während Manchester den zweiten Tabellenrang an den FC Arsenal verlor.

Im 35. Aufeinandertreffen der Erzrivalen seit Bestehen der Premier League schraubte Chelsea die Bilanz auf elf Siege gegenüber zehn für „ManU“, das auch die achte Saison in Folge in London nicht gewinnen konnte. Vor 41.836 Zuschauern im Stadion an der Stamford Bridge fiel die Entscheidung nach der Pause. In einem abwechslungsreichen, wenn auch nicht hochklassigen Match hatten zunächst beide Mannschaften gute Möglichkeiten. United-Stürmer Wayne Rooney verpasste aus spitzem Winkel (11. Minute), sein Gegenüber Nicoals Anleka scheiterte an Manchester-Keeper Edwin van der Sar (32.). Ballack und Co. ließen sich vom stark verteidigenden Manchester allerdings manches Mal den Schneid abkaufen. Selbst dem DFB-Kapitän unterliefen seltene Abspielfehler.

Im zweiten Durchgang verwandelte sich die Partei dann zum offenen Schlagabtausch. Abwehrchef Terry konnte schließlich eine von Frank Lampard getretenen Freistoß im Manchester-Tor unterbringen (76.) und verdarb Manchester-Trainer Sir Alex Ferguson das am Freitag begangene, 23-jährige Dienstjubiläum.

Die „Tormaschine“ des FC Arsenal lief derweil bereits am Samstag einmal mehr auf Hochtouren. Die jungen „Gunners“ gewannen 4:1 gegen die Wolverhampton Wanderers. Das ambitionierte Manchester City kassierte dagegen beim 3:3 gegen Aufsteiger FC Burnley mit seiner 120-Millionen-Elf das fünfte Unentschieden in Serie. „Es sollte doch dieses Mal anders laufen für ManCity, aber selbst das Geld eines arabischen Super-Milliardärs scheint dem Club seine traditionellen, schlechten Angewohnheiten nicht austreiben zu können“, urteilte die „Sunday Times“ in Anspielung auf City-Eigner Scheich Mansour aus Abu Dhabi. City rutschte hinter Tottenham Hotspur (2:0 gegen Sunderland) und Aston Villa (5:1 gegen Bolton Wanderers) auf Tabellenrang sechs ab.

„Wir hätten noch viel mehr Tore schießen können“, meinte Arsenal-Coach Arsène Wenger, dessen Elf nach elf Partien schon stattliche 36 Treffer aufweist. „Letztes Jahr waren wir außen vor, vor zwei Jahren waren wir aber nahe dran, die Leute vergessen das“, sagte Wenger mit Blick auf den Meistertitel. „Wir bleiben bescheiden und spielen unser Spiel.“ Eigentore von Ronald Zubar und Jody Craddock sowie Treffer von Kapitän Cesc Fabregas und Andrej Arschawin sorgten dafür, dass der „Sunday Telegraph“ lobend urteilte: „Wengers großes Projekt ist ausgebrütet und nähert sich in großen Schritten der Verwirklichung.“

„Wir hatten sicherlich nicht vor, zu Hause drei Gegentreffer zu kassieren“, erklärte dagegen der enttäuschte City-Coach Mark Hughes, „das müssen wir abstellen.“ Shaun Wright-Phillips, Kolo Touré und Craig Bellamy drehten in Manchester zunächst das Spiel, nachdem der FC Burnley durch Graham Alexanders Handelfmeter und Steven Fletcher n Führung gegangen war. Doch „Joker““ Kevin McDonald gelang kurz vor Schluss das 3:3. „Sie erwarteten einen Spaziergang und bekamen den Schock ihres Lebens“, schrieb das Boulevardblatt „News of the World“. „Für einen Club mit Top-Ansprüchen sind gelegentliche Ausrutscher akzeptabel. Fünf Remis in Serie sind es nicht - bei weitem nicht.“ (dpa)

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