Sport : Mit dem Verein im Rücken

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Natürlich haben sie den Vertrag mit Uwe Neuhaus beim 1. FC Union bis 2016 verlängert. Etwas anderes hätte aus Sicht des Vereins auch wenig Sinn gemacht. Die Mannschaft spielt bisher die beste Serie der eigenen Geschichte, als Tabellenvierter kämpft Union um den Aufstieg zur Bundesliga.

Daran hat Trainer Neuhaus einen großen Anteil. Seit er die Berliner 2007 übernommen hat, ist eine stete sportliche Weiterentwicklung zu erkennen. Er hat den Verein von der Dritten in die Zweite Liga geführt, ihn dort etabliert und mischt nun bei den Spitzenteams mit. Dabei kommen ihm Unions gefestigte Strukturen zugute. Neuhaus ist auch deshalb der am längsten bei einem Verein amtierende Trainer im deutschen Profifußball, weil er die wichtigen Entscheidungsträger hinter sich weiß. Das ist in dem aufgeregten und zuweilen überhitzten Geschäft keine Selbstverständlichkeit. Trainer sind oft Spielbälle der Verantwortlichen – und meist auch die ersten, die gehen müssen, wenn es nicht läuft. Neuhaus musste nach dem Aufstieg in die Zweite Liga auch einige sportliche Krisen durchstehen, wirklich zur Disposition stand sein Job aber nie.

Union reklamiert für sich gern, ein „etwas anderer Klub“ zu sein. In Sachen Personalpolitik mag das stimmen. Kontinuität ist Präsident Dirk Zingler wichtig. Trotzdem werden sich die Anforderungen an Neuhaus ändern. Er wird in Zukunft daran gemessen werden, ob er den Sprung in die Bundesliga tatsächlich schafft. Gelingt das nicht, könnte es bei der nächsten Vertragsverlängerung etwas zäher zugehen. Seite 11

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