Sport : Mit Disziplin gegen den Absturz Kaiserslautern stellt den neuen Trainer Sasic vor

Kaiserslautern - Milan Sasic soll den 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstieg aus der Zweiten Liga retten. Der 49 Jahre alte Trainer wurde am Dienstag verpflichtet und gleich der Öffentlichkeit präsentiert. Über die Laufzeit des Vertrages machten die Pfälzer keine Angaben. Nach der Absage von Peter Neururer galt Sasic, der sich bei der benachbarten TuS Koblenz durch den Aufstieg von der Oberliga bis in die Zweite Liga einen Namen gemacht hat, als Wunschkandidat des FCK. „Der Klub befindet sich in einer Situation, die ich als Trainer eher als Herausforderung ansähe, als dass sie mir Angst mache“, hatte Sasic bereits vor seiner Verpflichtung gesagt.

Der Teammanager der Lauterer, Fritz Fuchs, setzt große Hoffnungen in den Nachfolger von Kjetil Rekdal, der am vergangenen Samstag, einen Tag nach der 1:2-Heimniederlage gegen 1860 München, entlassen worden war. „Sasic hat in Koblenz hervorragende Arbeit geleistet. Dem traue ich das hier bei uns absolut zu“, sagte Fuchs. Sasics Einstellung decke sich „hundertprozentig mit meiner“, so Fuchs weiter.

Sasic ist der elfte Trainer seit 1997 in Kaiserslautern. Kjetil Rekdal steht bei den in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Lauterern angesichts eines Dreijahresvertrages ebenso noch auf der Gehaltsliste wie dessen Vorgänger Wolfgang Funkel und Wolfgang Wolf.

Der von 2002 bis April 2007 in Diensten der Koblenzer stehende Sasic nahm sofort die Trainingsarbeit beim Tabellensechzehnten auf. Bereits beim Benefizspiel am Dienstagabend zugunsten der Brandopfer in Ludwigshafen gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim konnte er sich ein Bild von der Mannschaft verschaffen.

Sasic bleibt für seine Rettungsmission nicht viel Zeit. An diesem Sonntag steht das schwere Auswärtsspiel beim Aufstiegskandidaten Greuther Fürth auf dem Programm. Die Lauterer haben von den bisherigen 19 Saisonspielen nur drei gewonnen und erst 16 Punke geholt. Positiv äußerte sich bereits der ehemalige FCK-Profi Stefan Kuntz über Sasic, mit dem er in der Saison 2005/2006 in Koblenz zusammengearbeitet hat. „Er ist geradlinig und ehrlich. Er sorgt für Disziplin – auf und außerhalb des Platzes“, sagte Kuntz. Das ist laut Teammanager Fuchs auch nötig. „Die Stimmung war mir zu gut. Ich habe ihnen gesagt: Das schöne Leben ist vorbei. Ihr bekommt einen vorgesetzt, der es im Gebälk ordentlich krachen lässt“, berichtete Fuchs über ein Gespräch mit den Lauterer Profis.

Unter Rekdal sollen die Spieler des Traditionsvereins sehr viele Freiheiten genossen haben. Dies soll sich unter Sasic nun ändern, damit der viermalige Deutsche Meister nicht in die Drittklassigkeit abstürzt. dpa

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