Sport : Mit ganzem Herzen

Vladimir Petrovic darf heute wieder Basketball spielen

Benedikt Voigt

Berlin. Man könnte glauben, dass Vladimir Petrovic ein kleines medizinisches Wunder gelungen ist. Vor 14 Tagen lag der Flügelspieler von Alba Berlin noch auf der Intensivstation des Marzahner Unfallkrankenhaus, heute wird er bereits wieder in der Max-Schmeling-Halle gegen Rhein Energie Köln (19.30 Uhr) Basketball spielen. Eine Information relativiert diese Wunderheilung jedoch: Auf der Intensivstation landete Vladimir Petrovic nur deshalb, weil in allen anderen Stationen kein Bett frei war.

Trotzdem ist es nicht selbstverständlich, dass Petrovic heute wieder auf dem Spielfeld steht. Der Serbe spürte nach dem Spiel am 29.Januar in Taur Vitoria einen ungewöhnlich hohen Ruhepuls von 120 Schlägen pro Minute. Normal sind für einen Leistungssportler 40 bis 45. Alba Berlin schickte ihn sofort zur Untersuchung zu Franz Xaver Kleber, Direktor der Inneren Medizin in Marzahn. „Man ist da aufgrund der Vorkommnisse in den letzten Wochen sensibilisiert“, sagt Marco Baldi, Albas Vizepräsident. Vor drei Wochen war in Portugal der ungarische Fußballprofi Miklos Feher vermutlich an einem angeborenenen Herzfehler verstorben, aus dem gleichen Grund starb am Dienstagabend auch der lettische Basketball-Nationalspieler Raimond Jumikis.

Vladimir Petrovic fühlte sich sofort wieder fit, doch er musste sich noch länger von den Ärzten untersuchen lassen. Erst am Montag durfte Petrovic wieder trainieren, inzwischen gilt der 27-Jährige als uneingeschränkt sporttauglich. „Das Wichtigste war für mich, dass ich völlig gesund bin und ohne Bedenken Sport treiben kann“, sagte Petrovic. Trainer Emir Mutapcic kann seinen Flügelspieler nach der peinlichen Niederlage in Treviso gut gebrauchen, zumal die Kölner heute wieder auf ihren Spielmacher Sasa Obradovic zurückgreifen können.

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