Sport : Mit Geduld und Schuss

Claus Vetter

Es ist schon beachtlich, wie unterschiedlich die beiden Berliner Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) derzeit in der Gunst der Zuschauer rangieren. Da können die Capitals selbst gegen Tabellenführer Nürnberg siegen, und trotzdem kommen kaum mehr als 2000 Zuschauer in die Deutschlandhalle. Beim EHC Eisbären dagegen kann selbst eine in dieser Saison so enttäuschende Mannschaft wie die der Frankfurt Lions die Fans nicht von einem Besuch im Sportforum Hohenschönhausen abhalten. Dorthin kamen gestern 4400 Zuschauer, und sie wurden nicht enttäuscht: Die Berliner gewannen mit 6:1 (1:0, 2:0, 3:1). Es war ihr fünfter Sieg in Folge.

Die Lions traten trotz angeblicher interner Probleme erstaunlich engagiert auf. Dies stellte die Eisbären im ersten Drittel noch vor Probleme, obwohl die Gastgeber bei Überzahl durch David Cooper in Führung gingen. Erfreulich war, wie schon in den vergangenen vier Spielen, dass die Berliner inzwischen für Geduldsspiele zu haben sind. Es wird beim EHC nicht mehr um jeden Preis gestürmt, was sich auch gegen die Lions auszahlen sollte. Den Hessen schwanden im zweiten Abschnitt die Kräfte, und bei den Berlinern war schließlich wieder auf die Torschützen Verlass. Nach dem 2:0 durch Steve Walker und dem 3:0 von David Roberts war nach 40 Minuten alles klar.

Vorrangig interessierte im letzten Drittel da noch die Frage, ob Richard Shulmistra zu seinem vierten "Shut-out" in Folge kommen würde: Die musste zum Missfallen der EHC-Fans negativ beantwortet werden, der Torhüter der Eisbären kassierte noch ein Gegentor. Frankfurts Christoph Sandner beendete nach 45 Minuten Shulmistras imposante Serie. Felski, Tomlinson und Cooper sorgten mit ihren Toren danach noch dafür, dass die Eisbären zu einem deutlichen Sieg kamen.

Capitals siegen bei der DEG

Drei Tage nach dem Sieg gegen den Tabellenführer Nürnberg setzten die Capitals in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ihren positiven Trend fort: Die Berliner gewannen vor 6142 Zuschauern auch ihr Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG mit 3:2 (0:1, 3:1, 0:0). Fandul (22. Minute), sowie zweimal Öberg (23. und 34.) schossen die Tore gegen das Team des ehemaligen Capitals-Trainers Michael Komma. Nur während der ersten zehn Minuten spielten die Berliner ukonzentriert. Danach zeigten sie über eine halbe Stunde hinweg eine überzeugende Leistung. Im Mitteldrittel profitierten sie allerdings auch von einer schwachen Leistung der DEG. Das änderte sich im Schlussdrittel , als die Capitals stark unter Druck gerieten. Doch auf Torwart Mezin war Verlass.

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