Sport : Mit Glück und Dzeko

Mainz - Der deutsche Meister VfL Wolfsburg hat die derbe Niederlage (1:5) gegen den Tabellenletzten Hertha BSC vor einer Woche dank Edin Dzeko vergessen lassen können. Beim eigentlich sehr heimstarken FSV Mainz 05 gewann die Wolfsburger am Samstag mit 2:0 (0:0). Der bis dahin schwache Bosnier Dzeko erzielte sieben Minuten vor dem Ende sowie in der Nachspielzeit zwei Treffer, seine Saisontore 15 und 16, und macht damit den glücklichen Auswärtssieg seines VfL perfekt. Denn die Wolfsburger hatten sich bis dahin nicht eine klare Tormöglichkeit erarbeitet. Aufsteiger Mainz hatte bei der zweiten Heimniederlage das Spiel lange bestimmt, aber einige gute Chancen ausgelassen.

Die Mainzer, bei denen für den angeschlagenen Eugen Polanski der Albaner Jahmir Hyka in der Startelf stand, übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle. Die Wolfsburger konnten sich gegen die geschickt kombinierenden, aber auch kämpferisch starken Rheinhessen zunächst nicht durchsetzen. Der Angriff mit Dzeko, Grafite und Zvjezdan Misimovic setzte sich nicht entscheidend in Szene. Die Mainzer waren deutlich gefährlicher. Der muntere Adam Szalai, Nikolce Noveski und Andreas Ivanschitz hatten die besten Möglichkeiten, eingreifen musste Diego Benaglio im Tor der Wolfsburger aber nicht. Der Schweizer stand erstmals nach 14-wöchiger Verletzungspause wieder im Tor des Titelverteidigers.

Weil Mainz das hohe Tempo nicht über die gesamte Spieldauer halten konnte, kam Wolfsburg nach dem Wechsel besser ins Spiel. Doch die starke Phase der Wolfsburger war nur ein kurzes Intermezzo, die besseren Chancen blieben auf Seiten der Mainzer. Der eingewechselte Chadli Amri schoss freistehend neben das Tor, Szalai verfehlte ebenso knapp wie Ivanschitz. Angetrieben von Miroslav Karhan, dessen Vertrag sich nach dem 25. Einsatz in dieser Spielzeit automatisch um ein Jahr verlängert, und Elkin Soto kämpfte Mainz verbissen um die Führung.

Für den unangenehmen Rückschlag sorgte schließlich Dzeko, der Heinz Müller mit einem Schrägschuss überwand. In der Nachspielzeit gelang Dzeko gegen resignierende Mainzer dann der zweite Treffer. Mit einem Sieg hätte Mainz vorbei an Wolfsburg auf Platz neun ziehen können, so aber bleibt das Team auf Rang zehn. dpa

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