Sport : Mit Glück und Hashemian

Bochum – Frankfurt 1:0

Richard Leipold

Bochum. Den Bochumern war klar, dass sie nicht gut gespielt hatten. Trotz des 1:0 über die Frankfurter Eintracht versuchten sie nicht, sich herauszureden. „Das war heute einfach schlecht“, sagte Torhüter Rein van Duijnhoven, der mit einigen Paraden den knappen Vorsprung rettete. „Wir sind froh, dass wir die drei Punkte haben.“ Auch VfL-Trainer Peter Neururer gab zu, „dass für die Eintracht mehr drin war“. Die Frankfurter hatten aus einer Fülle von Torchancen nichts gemacht. Drei Möglichkeiten vor der Pause und vier nach dem Seitenwechsel: Eine Führung in der ersten Viertelstunde wäre ebenso möglich gewesen wie der Ausgleich nach Vahid Hashemians Tor des Tages (21. Minute).

Die Frankfurter boten den Bochumern nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch die Stirn, aber ohne die nötige Cleverness im Abschluss. „Wir hatten die hundertprozentige Chance zum Ausgleich, deshalb dürfen wir uns über die Niederlage nicht beschweren“, sagte Eintracht-Trainer Willi Reimann. Er meinte die beste Möglichkeit, die Mittelfeldspieler Chris kurz nach der Pause vergab. Der offensivstarke Brasilianer, mal leichtfüßig, mal leichtsinnig, bekam einen Pass von Ervin Skela vor die Füße; statt es mit Präzisionsarbeit zu versuchen, schoss er aus fünf Metern Entfernung über das Tor (51.). Auf der Gegenseite hatte Puljiz Gegenspieler Hashemian nach einem Eckball gewähren lassen. Der iranische Stürmer überwand Torhüter Oka Nikolov mit einem wuchtigen Kopfball. Hashemian war der einzige Bochumer, der die Eintracht regelmäßig in Verlegenheit brachte. Der sprunggewaltige Stürmer war für die Frankfurter Abwehr ein Unruheherd. Er hätte den Vorsprung des VfL ausbauen können, traf in der 50. Minute aber nur den Innenpfosten.

Die Frankfurter gingen „erhobenen Hauptes vom Platz“, wie ihr Kapitän Uwe Bindewald sagte; die Bochumer rückten auf den fünften Tabellenplatz vor, den sie an diesem Sonntag nur verlieren, wenn Borussia Dortmund in Mönchengladbach gewinnt. Das Saisonziel wollen die Westfalen nicht neu definieren, dafür aber das Ziel zum Abschluss der ersten Serie. „Wir wollen auf dem fünften Platz überwintern“, sagt Neururer.

0 Kommentare

Neuester Kommentar