Sport : Mit gutem Gewissen?

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Michael Palme hat seine Rolle längst gefunden: Der Reporter vom ZDF sieht sich als gutes Gewissen des deutschen Fußballs. Seine Kommentare im Sportstudio waren über viele Jahre die inoffizielle Alternative zum „Wort zum Sonntag“. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift „11 Freunde“ hat Palme nun den Umgang der Medien mit den Bundesligatrainern angeprangert, unter anderem den mit Huub Stevens von Hertha BSC: „Wenn Huub Stevens nachts um zehn in sein Auto steigt und dabei von Kameras umringt wird, dann muss das nicht sein.“ Der Journalist müsse sich die Frage stellen, „ob das noch statthaft ist“. Bei der Geschichte gibt es einen Haken: Huub Stevens war keineswegs von Kameras umringt, als er am Abend nach Herthas 1:4Niederlage gegen Leverkusen an der Geschäftsstelle in sein Auto stieg. Es war nur ein Kamerateam, das sich den Zugang zum Vereinsgelände erschlichen hatte und den Trainer im Dunkeln filmte wie einen auf der Tat ertappten Einbrecher. Das Kamerateam kam vom ZDF – Palmes Sender. sth

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