Sport : Mit Herz und ohne Kopf

Handballerinnen unterliegen Norwegen bei der WM 30:31

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Rijeka (Tsp). Ob die deutschen Handballerinnen im kommenden Jahr bei Olympia in Athen spielen dürfen, ist wieder ein wenig unwahrscheinlicher geworden. Im ersten Hauptrundenspiel bei der HandballWeltmeisterschaft in Kroatien unterlag das Team von Bundestrainer Ekke Hoffmann dem Vizeweltmeister Norwegen in Rijeka trotz guter Leistung knapp mit 30:31 (18:18) und steht damit in den noch ausstehenden beiden Partien gegen die Ukraine am Mittwoch und Rumänien am Donnerstag unter enormem Zugzwang. Eine weitere Niederlage würde dazu führen, dass der fünfte Platz, der gerade noch die Olympia-Qualifikation bedeuten würde, aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen wäre. „Jetzt geht es um Alles oder Nichts. Uns hat das Glück gefehlt, das ist einfach nur schade“, sagte die enttäuschte Kreisläuferin Kathrin Blacha aus Nürnberg, der gegen Norwegen nur zwei Tore gelangen.

Vor 1800 Zuschauern fiel erst fünf Sekunden vor Schluss die Entscheidung gegen die Deutschen, als Norwegens Vigdis Harsaker mit ihrem elften Treffer die Entscheidung für das favorisierte Team aus Norwegen schaffte. „Mir war klar, dass wir Außenseiter sind. Wir spielen zwar mit viel Herz, aber manchmal noch mit zu wenig Kopf“, erklärte Hoffmann, der die Hoffnung auf die Sommerspiele in kommenden Jahr noch nicht gänzlich aufgegeben hat: „Jedes Spiel ist für uns ein Endspiel.“

Wie schon beim 29:29 gegen die Norwegerinnen in der WM-Vorbereitung waren die deutschen Spielerinnen auch ohne die verletzte Spielführerin Heike Schmidt aus Oldenburg gut auf den Kontrahenten eingestellt. Kurz vor dem Pausenpfiff glich die Leipzigerin Ingrida Radzeviciute in ihrem 75. Länderspiel zum 18:18 aus. Trotz einer erneut schwachen Chancenverwertung der Deutschen in der zweiten Halbzeit fiel die Entscheidung erst in den letzten Sekunden zugunsten der Norwegerinnen, nachdem Grit Jurack aus Leipzig, die insgesamt zehn Tore warf, eine Minute vor Schluss zum 30:30 ausgeglichen hatte.

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