Sport : Mit King und Terdenge

Bauermann nominiert Kader für Basketball-EM

Benedikt Voigt

Berlin – Eigentlich wollte der Basketballstar Dirk Nowitzki in der vergangenen Woche zu seinem traditionellen Trainingslager am Starnberger See aufbrechen. Dieses fällt erst einmal aus, weil sein Mentor, Trainer und Manager Holger Geschwindner seit Mittwoch in Untersuchungshaft sitzt. Es besteht der Verdacht der Steuerhinterziehung (Tagesspiegel vom 23. Juli). Der nächste wichtige Trainingstermin für Dirk Nowitzki ist nun der 9. August.

An diesem Tag startet die deutsche Nationalmannschaft auf Mallorca ihre Vorbereitung für die Europameisterschaft in Serbien und Montenegro (16. bis 25. September). Dass Dirk Nowitzki dabei ist, versteht sich fast von selber, der Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NBA ist der Stolz der deutschen Basketballgemeinde. Alle weiteren Namen des EM-Kaders hat Bundestrainer Dirk Bauermann gestern bekannt gegeben. Darunter findet sich ein Neuling, Alex King (Frankfurt). Gerrit Terdenge (Gießen) kehrt nach vierjähriger Pause ins Nationalteam zurück, Marko Pesic (Köln) hat ein Jahr ausgesetzt. Von Alba Berlin stehen Mithat Demirel, der gegenwärtig mit seinem alten Klub verhandelt, und Stefano Garris im Kader. Die übrigen Nationalspieler aus der Bundesliga sind Demond Green (Leverkusen), Steffen Hamann (Bamberg), Jan-Henrik Jagla (Quakenbrück) und Pascal Roller (Frankfurt).

Die meisten Nationalspieler verdienten ihr Geld zuletzt im Ausland. Neben Ademola Okulaja (Valencia) und Patrick Femerling (Panathinaikos) sind das Stephen Arigbabu (Roseto), Robert Garrett (Teramo), Robert Maras (Sevilla), Misan Nikagbatse (Cantu), Sven Schultze (Mailand) und Denis Wucherer (Treviso). Allerdings muss Trainer Dirk Bauermann bis zur EM von den 18 Spielern noch sechs aussortieren.

Das Turnier in Serbien und Montenegro ist für Bauermann die erste ernsthafte Herausforderung, seit er 2004 die Nationalmannschaft erneut übernommen hat. Sein Team zählt mit Nowitzki zu den Favoriten. Doch der Kreis der Medaillenkandidaten ist groß. Vor zwei Jahren hat es Deutschland nicht unter die besten acht geschafft. Großer Favorit ist diesmal Serbien und Montenegro, das zwar auf den NBA-Star Peja Stojakovic verzichten muss. Doch beim Gastgeber stehen noch sieben weitere Spieler aus der NBA im Aufgebot.

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