Sport : Mit Kovac in die Play-offs

Herthas Ex-Spieler soll Kroatien zur WM führen – Portugal droht ein Duell gegen Frankreich.

Der Nächste, bitte! Igor Stimac ist nicht mehr Kroatiens Trainer. Foto: AFP
Der Nächste, bitte! Igor Stimac ist nicht mehr Kroatiens Trainer. Foto: AFPFoto: AFP

Berlin - Viel Zeit, sich mit der neuen Aufgabe vertraut zu machen, hat Niko Kovac nicht. In vier Wochen steht der ehemalige Profi von Hertha BSC vor der bisher größten Prüfung in seiner jungen Trainerkarriere. Kovac soll sein Heimatland Kroatien über die Play-off-Spiele am 15. und 19. November noch zur Weltmeisterschaft nach Brasilien führen. Einen Tag nach der 0:2-Niederlage in Schottland trennte sich der kroatische Verband vom bisherigen Trainer Igor Stimac und bestimmte Kovac als Interimstrainer.

Kroatien ist eine von acht europäischen Nationen, die sich als Gruppenzweite noch für die WM qualifizieren können. Die anderen sind Griechenland, Portugal, Rumänien, Schweden, Frankreich, Island und die Ukraine. Dänemark ist als schlechtester der neun Gruppenzweiten bereits ausgeschieden. Die acht verbleibenden Teams treten in K.o.-Spielen in Hin- und Rückspielen gegeneinander an, die vier Sieger sind in Brasilien dabei. Die Begegnungen werden am kommenden Montag ausgelost.

Aufgrund ihrer besseren Platzierung in der Weltrangliste des Weltverbandes Fifa sind Griechenland, Portugal, die Ukraine und Kroatien gesetzt. Frankreich mit Europas Fußballer des Jahres Franck Ribery dagegen nicht. Ein Duell zwischen Frankreich und Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo ist also möglich.

Den Weg über die Play-offs muss auch Mexiko gehen. In zwei Entscheidungsspielen treffen die Mittelamerikaner auf Neuseeland. Dass die Mexikaner diese Chance überhaupt erhalten, haben sie Jürgen Klinsmann und der amerikanischen Mannschaft zu verdanken. So titelte die mexikanische Tageszeitung „Excelsior“ dann auch: „Thank you, USA“. Die Amerikaner hatten durch zwei Tore in der Nachspielzeit noch 3:2 gegen Panama gewonnen, während Mexiko 1:2 in Costa Rica verlor. Ein Sieg Panamas hätte das Aus Mexikos zur Folge gehabt. Neben den bereits qualifizierten Teams aus den USA und Costa Rica reist auch Honduras als ein Vertreter Mittelamerikas nach Brasilien. Der Mannschaft reichte ein 2:2 gegen die von Winfried Schäfer trainierte Auswahl Jamaikas.

In Südamerika sicherten sich Chile und Ecuador nach Argentinien und Kolumbien die verbleibenden direkten WM-Plätze. Uruguay, das zum Abschluss 3:2 gegen den Erzrivalen Argentinien siegte, bleibt als Fünfter noch die Möglichkeit, über zwei Play-off-Spiele nach Brasilien zu reisen. Gegner im November ist das Team Jordaniens.

Aus Afrika steht Ghana so gut wie sicher als erster WM-Teilnehmer fest. Die Mannschaft besiegte am Dienstag Ägypten mit 6:1 und dürfte beim Rückspiel im November kaum noch Probleme haben, sich für die kommende Endrunde zu qualifizieren. Tsp

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