Sport : Mit Mühe und Kießling Uefa-Cup: Leverkusen trotz 2:3 in Leiria weiter

Leiria - Als Stefan Kießling kurz nach Mitternacht seinen dritten Europapokaltreffer erzielt hatte, löste sich die Anspannung bei den Verantwortlichen von Bayer Leverkusen. Zu lange musste der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga im Uefa-Pokal-Rückspiel bei Uniao Leiria um den erneuten Einzug in die Gruppenphase bangen. „Wir sind in der nächsten Runde und können jetzt durchschnaufen. Das ist alles was zählt“, sagte Kießling nach der 2:3 (1:2)-Niederlage beim portugiesischen Außenseiter. Dank des 3:1-Hinspielerfolges, den der Stürmer mit zwei Treffern gesichert hatte, haben die Rheinländer ihre internationale Pflichtaufgabe mit einiger Mühe gelöst.

Michael Skibbe meinte zwar hinterher, er habe nicht ums Weiterkommen gezittert. „Mit einer souveränen Leistung ab der 20. Minute hat die Mannschaft die Anfangsphase vergessen gemacht und ist verdient weitergekommen“, befand der Trainer, gab aber auch zu: „Vielleicht ist die Mannschaft aber auch nach dem tollen Spiel gegen die Bayern zu viel gelobt worden.“ Tatsächlich hatte der in der portugiesischen Meisterschaft sieglose Tabellen-14. den Uefa-Cup-Sieger von 1988 am Rande des Scheiterns. „Wir haben den Anfang verschlafen und den Gegner aufgebaut. Da hätten wir von Beginn an konzentrierter zu Werke gehen müssen“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Fünf Tage nach der starken Leistung gegen Bayern München (0:1) fehlten den Leverkusenern nicht nur die verletzen Bernd Schneider und Theofanis Gekas, sondern auch Frische und Spielwitz.

So kamen die Gastgeber schon nach zwölf Minuten zu einer 2:1-Führung durch Cadu und Joao Paulo. Zwischenzeitlich hatte der erstmals aufgebotene Michal Papadopulos den Ausgleich erzielt. Erst in der Schlussphase der Partie, die nur 1850 Zuschauer sehen wollten, kam durch Kießlings 2:2 wieder Bewegung ins Spiel. In der Nachspielzeit traf Leirias Verteidiger Laranjeiro mit einem sehenswerten Freistoß noch zum 3:2-Sieg für die Portugiesen.

Rudi Völler war sichtlich erleichtert nach dem erneuten Einzug in die Gruppenphase. „Dafür hat die Mannschaft das ganze letzte Jahr gebissen“, sagte der Sportdirektor. „Wir sind eigentlich erst jetzt im Uefa-Cup angekommen.“ dpa

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