Sport : Mit sechs Fans nach Nowosibirsk

Die Volleys reisen 5000 Kilometer nach Sibirien.

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Berlin - Kaweh Niroomand sagt: „Wir fahren nach Nowosibirsk, um zu lernen.“ Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Manager des Deutschen Volleyballmeisters BR Volleys denkt natürlich auch: „Wir wollen gewinnen“, er sagt das nur nicht. Mark Lebedew, der Trainer, der sagt es schon. Das ist sein Job, er muss das sagen. Aber er schiebt natürlich auch hinterher: „Es wird sehr schwer.“

Kann man so sagen. Lokomotive Nowosibirsk ist der Favorit in der Gruppe B der Champions League, der russische Pokalsieger ist mit Sicherheit erheblich stärker als der Tschechische Meister Budejovice. Gegen die Tschechen haben die Volleys vergangene Woche in der Schmeling-Halle überraschend deutlich gewonnen (3:0). Nowosibirsk hat physisch sehr starke Spieler, die Mannschaft ist im Angriff und im Block sehr gut. Ihr Zuspieler Alexander Butko, der mit Russland bei den Olympischen Spielen in London die Goldmedaille gewonnen hat, sagt: „Natürlich wollen wir unsere drei Heimspiele gewinnen.“ Volleys-Kapitän Scott Touzinsky ist ein wenig vorsichtiger. „Wenn wir die Reisestrapazen und den Jetlag gut verkraften und an unsere Leistungen gegen Friedrichshafen und Haching anknüpfen, haben wir eine Außenseiterchance“, erklärt der Außenangreifer. Gegen Friedrichshafen und Haching haben die Berliner gewonnen.

Die Reisestrapazen, das große Thema. Die Entfernung nach Nowosibirsk beträgt mehr als 5000 Kilometer. Deshalb sind die Berliner ja schon am Montag nach Sibirien abgeflogen. An Unterstützung mangelt es ihnen nicht. Sechs Fans flogen am Dienstag nach. Frank Bachner

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