Sport : Mit Sicherheit in Südafrika

Die Finanzkrise berührt die WM-Vorbereitungen

Dortmund - Die internationale Finanzkrise zieht weite Kreise. Die Vorbereitungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika könnte auch davon betroffen sein – vor allem was ausländische Investoren betrifft.

Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) allerdings wird die Lage als unkritisch eingestuft. Schatzmeister Horst R. Schmidt sagte am Sonnabend: „Ich denke, alle WM-Projekte sind durchkalkuliert, die Gesamtfinanzierung steht. Es gibt derzeit keine große Aufgeregtheit zu diesem Thema in Südafrika.“ Schmidt ist auch als Berater der Fifa tätig. Der Mediendirektor des Weltverbandes, der Schweizer Hans Klaus, ist allerdings nur zum Teil ähnlicher Meinung wie Schmidt. Klaus sagte: „Das südafrikanische Finanzkonzept hat sicher nicht das Niveau, vor allem in der Breite, wie es in Europa der Fall ist. Deshalb glauben wir nicht an einen unmittelbaren Einfluss.“ Aber er sagte auch: „Allerdings kann man nicht ganz ausschließen, dass es Einschnitte bezüglich der Investitionen ausländischer Gesellschaften in Südafrika geben wird.“

Der Stand der Vorbereitungen in den WM-Stadien sei hingegen positiv zu sehen, sagte Schmidt. „Die anfängliche Skepsis vieler Beobachter, ob die Fähigkeiten ausreichen, ist gewichen. Anders als noch vor Monaten wird die Frage, kriegt ihr das hin, nicht mehr so oft gestellt. Das hatte die Organisatoren ungemein belastet, doch diese Phase ist vorbei.“ Nach Schmidts Einschätzung verlaufen fast alle Arbeiten für die erste Fußball-WM in Afrika nach Plan. „Natürlich wird der Zeitplan nicht überall auf den Tag genau einzuhalten sein, aber das sind normale Vorgänge“, befand Fifa-Berater Schmidt.

Selbst die als problematisch eingestufte Sicherheitslage in Südafrika bereitet Schmidt nur wenig Kopfzerbrechen: „Dieses Thema ist allen Verantwortlichen so nahe, dass sie dabei nichts versäumen werden. Die Plätze, auf die es ankommt – rund um die Stadien und Hotels – werden sicher sein.“ Die Sensibilität der WM-Touristen sei allerdings mitentscheidend. „Wenn es gelingt, den ausländischen Besucher dazu zu bewegen, dass er sich an die Regeln hält, gibt es keinen Grund zur Sorge.“ 30 000 zusätzliche und speziell für die WM ausgebildete Polizisten und der verstärkte Einsatz technischer Überwachungssysteme sollen vor kriminellen Übergriffen schützen. dpa

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