Sport : Modernes aus der Provinz

Mathias Klappenbach

Alles andere wäre ja auch eine Überraschung gewesen. Seit der Weltmeisterschaft sind sich alle Verantwortlichen und Fans einig, dass Bundestrainer Joachim Löw den eingeschlagenen Weg mit der Nationalmannschaft fortsetzen muss. Logisch, dass er sich mit Hans-Dieter Flick einen Assistenten gesucht hat, der seine offensive Spielphilosophie teilt. Und logisch ist auch, dass Flick kein Trainer aus der Nachwuchsabteilung des Deutschen Fußball-Bundes ist.

Der DFB hat zwar spät, aber doch schon vor einigen Jahren erkannt, dass er vieles ändern muss. Aber so weit, dass seine Trainer aus der zweiten Reihe Löw assistieren könnten, ist er noch nicht. Dafür ist der Verband zu sehr in sich geschlossen, dafür ist der klinsmannsche und löwsche Grundgedanke, sich durch Lernen von außen ständig selbst zu erneuern, noch nicht tief genug eingesickert.

Deshalb ist Hans-Dieter Flick eine gute Wahl. Er hat in der Provinz etwas aufgebaut. Man kann einwenden, dass er bei der finanziell gut ausgestatteten TSG Hoffenheim ja auch hervorragende Arbeitsbedingungen hatte. Aber die gibt es beim DFB ebenso. Und trotzdem hat schon mancher Kotrainer beim Verband außer Hütchen nichts bewegt.

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