• Möller muss weiter warten - Erneut Muskelfaserriss - Dortmunds Chancen heute "10:90"

Sport : Möller muss weiter warten - Erneut Muskelfaserriss - Dortmunds Chancen heute "10:90"

Rückschlag für Andreas Möller: Der 85-malige Fußball-Nationalspieler erlitt durch übereifriges Training erneut einen Muskelfaserriss, dieses Mal im vorderen rechten Oberschenkel. Er lässt sich in Frankfurt von Adolf Katzenmeier, dem Physiotherapeuten der Nationalmannschaft, und dem Sportmediziner Kurt-Reiner Geiß behandeln. Möller: "Ich strebe jetzt mein Comeback gegen Arminia Bielefeld am 18. März an." Gedanken an eine Rückkehr in die deutsche Auswahl verschwendet der 32-Jährige nicht: "Die Europameisterschaft ist ganz weit weg. Ich glaube nicht, dass ich noch genügend Spiele haben werde, um mich für Erich Ribbeck aufzudrängen."

Das Uefa-Cup-Rückspiel seines Vereins heute in Istanbul verfolgt Möller nur am Fernsehschirm. Nach dem 0:2 im heimischen Stadion gegen Galatasaray sieht es um die Borussia natürlich schlecht aus. Trainer Bernd Krauss beziffert die Chancen mit "10:90", Präsident Dr. Gerd Niebaum fordert "zumindest eine Korrektur des Imageschadens aus dem Hinspiel". Auch die Statistik spricht gegen Borussia Dortmund: Noch nie in den 121 Europapokal-Auftritten zuvor konnten die Westfalen einen Zwei-Tore-Rückstand auf des Gegners Platz wettmachen. Neben Möller, Stefan Reuter, Christian Nerlinger und Otto Addo fehlt auch der Nigerianer Victor Ikpeba (Daumenbruch).

Mehr Hoffnungen macht sich Werder Bremen, das Viertelfinale zu erreichen, auch wenn das 0:1 im ersten Duell mit dem AC Parma nicht die beste Ausgangsposition ist. Torhüter Frank Rost: "Wir müssen drei Tore schießen, denn ein Tor kriegen wir immer rein." Zu anfällig ist die Hintermannschaft der Hanseaten derzeit, im neuen Jahrtausend gab es noch kein einziges Spiel ohne Gegentreffer. Und die Generalprobe beim 1:2 gegen den Bundesliga-Neuling SSV Ulm war ebenfalls alles andere als eine Offenbarung. Sportdirektor Klaus Allofs: "So wird es gegen die Italiener nicht reichen." Zumal einer, der der Deckung mehr Stabilität verleihen könnte, wieder einmal im Karneval von Rio abgetaucht ist. Sein Knieschaden, so ließ Julio Cesar wissen, bedürfe weiterer Behandlung in der Heimat.

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