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Mönchengladbach - Bremen 1:1 : Ignjovski rettet Werder

Aleksandar Ignjovski hat die sportliche Talfahrt von Werder Bremen gestoppt. Der Abwehrspieler erzielte das 1:1 (0:0) bei Borussia Mönchengladbach und rettete seinem Team nach zuvor drei Niederlagen in Serie einen Punkt.

Andreas Morbach
Der Mönchengladbacher Juan Arango (l.) und der Bremer Lukas Schmitz kämpfen um den Ball.
Der Mönchengladbacher Juan Arango (l.) und der Bremer Lukas Schmitz kämpfen um den Ball.Foto: dpa

Die Winterjacke über den Arm gelegt, die Miene zwischen verzweifelt und ratlos, kam Lucien Favre daher marschiert. Gladbachs Trainer machte sich nach dem 1:1 gegen Bremen auf den Weg in die Kabine, den Kommentar zur letzten Aktion des Spiels lieferte der 55-jährige Schweizer vorher aber noch ab. Mit seinem „Meine Gotte!“ gab Favre dem Frust eine dezente französische Note – wegen jener Szene in der Nachspielzeit, als Peniel Mlapa Werders Keeper Sebastian Mielitz bereits umkurvt hatte, Innenverteidiger Mateo Pavlovic aber noch ein Bein vor die nächste Niederlage der Hanseaten brachte.

Mit dem Remis stoppte das Team von Thomas Schaaf zunächst seinen freien Fall Richtung Tabellenkeller, mit nun acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Gladbach, gegen vor allem defensiv gut gestaffelte Gäste meist sehr uninspiriert, versäumte es dagegen, sich im Rennen um die internationalen Plätze besser in Position zu bringen. „Wir haben gegen Bremen einen Punkt geholt, das ist auch eine gute Mannschaft“, sagte Borussias Mittelfeldspieler Patrick Herrmann, als habe er von Werders zuletzt doch gehörigen Problemen nichts mitbekommen.

Probleme mit dem Fußballspielen hatten beide Teams. Zur Pause gab’s vom Publikum ausgiebig Pfiffe für ein müdes 0:0 – dabei hatte Gladbach nach einer Viertelstunde doch ein Tor erzielt. Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte Herrmanns Treffer zunächst anerkannt, revidierte seine Entscheidung nach Rücksprache mit seinem Assistenten aber. Zu Recht, stand Herrmann doch knapp im Abseits.

Den Treffer holten die Gladbacher nach, als der kurz zuvor eingewechselte Mlapa in Hälfte zwei nach einer Ecke unbedrängt einköpfte. Fünf Minuten später leisteten sich dann Borussias Verteidiger ein Schläfchen, Kevin de Bruynes Querpass nutzte Aleksandar Ignjovski zum Ausgleich. „Ein Antizipationsfehler von uns, wir haben das Spiel nicht gelesen. Deshalb konnte de Bruyne einfach flanken“, murrte Favre, während Kollege Schaaf nach zuletzt drei Niederlagen erklärte: „Das Ergebnis ist okay, und unsere Leistung war es auch.“

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