Monte Carlo : Schumacher bleibt hinter Alonso

Michael Schumacher hat am Donnerstag Weltmeister Fernando Alonso in beiden Trainingseinheiten nicht schlagen können. "Wir sind einfach zu langsam, und wir wissen nicht, warum," erklärte Schumacher im Anschluss.

Monte Carlo - Für Michael Schumacher hat die Grand-Prix- Woche in Monaco mit einer bitteren Enttäuschung begonnen. Der Formel- 1-Rekordchampion verlor das erste Duell mit seinem WM-Widersacher Fernando Alonso in dem Steuer- und Spielerparadies klar. Der Ferrari- Star blieb am Donnerstag in Monte Carlo in beiden Traininseinheiten jeweils hinter dem spanischen Weltmeister und wirkte hinterher ungewohnt ratlos: «Wir sind einfach zu langsam, und wir wissen nicht, warum. Wir müssen jetzt erst einmal die Daten analysieren», sagte er.

Schumacher hoffte in dem prestigeträchtigsten Formel-1-Rennen auf eine schnelle Wende im Titelrennen. Doch schon in der ersten Übungseinheit am Vormittag lag der 37 Jahre alte Kerpener hinter dem 13 Jahre jüngeren WM-Spitzenreiter. In 1:16,973 Minuten fuhr Schumacher die viertbeste Zeit und war damit 0,231 Sekunden langsamer als der Trainingsschnellste Alonso im Renault (1:16,713).

In der zweiten Trainingssession zum Klassiker am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere) wurde es für Schumacher ganz bitter: Während Alonso in 1:16,221 Minuten auf Platz vier fuhr, landete Schumacher mit 1,382 Sekunden Rückstand nur auf dem 15. Rang. «Wir hoffen, das bis zum Qualifiying hinzubekommen. Wir haben das in der Vergangenheit schon geschafft. Bei einigen Rennen aber auch nicht», meinte der fünfmalige Monaco-Sieger, der mit einem weiteren Erfolg mit Monte- Carlo-Rekordhalter Ayrton Senna gleichziehen kann.

Vor dem siebten Rennen führt Alonso in der Fahrerwertung mit 54 Punkten vor Michael Schumacher (39) und Räikkönen (27). Im Konstrukteurs-Klassement liegt Renault (78) vor Ferrari (59) und McLaren-Mercedes (42).

Auch für die anderen deutschen Fahrer lief es unbefriedigend. Im ersten Training war Williams-Pilot Nico Rosberg als zweitbester Deutscher in 1:18,480 Minuten 12. Ralf Schumacher kam im neuen Toyota T106B auf Rang 16 (1:19,021). Nick Heidfeld fuhr im BMW-Sauber lediglich eine Installationsrunde und blieb ohne Zeit. Am Nachmittag lag Ralf Schumacher als 18. nur einen Platz vor Rosberg. Heidfeld wurde 22.

Der Mönchengladbacher konnte auch in der zweiten Session nur wenige Runden fahren, nachdem sich Teamkollege und Ersatzpilot Robert Kubica nach einem Elektronikproblem drehte. «Daraufhin haben wir die Autos in der Box gelasse», sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Schnellster im zweiten Training war der österreichische Testpilot Alexander Wurz im Williams.

Wie tückisch die Jagd durch die Häuserschluchten ist, zeigte sich in der zweiten Trainingseinheit. Nicht nur BMW-Fahrer Kubica sondern auch Honda-Testpilot Davidson zerlegte seinen Wagen. «Monaco ist mit Sicherheit die mit Abstand gefährlichste Strecke», sagte der fünfmalige Monte-Carlo-Sieger Schumacher.

Viele Fahrer fürchten die Qualifikation am Samstag. Dem neuen Modus gemäß sind in den ersten 15 Minuten alle 22 Fahrer und in den zweiten 15 Minuten immerhin noch 15 Piloten auf der Strecke. «Es ist schnell möglich, dass man beim ersten wie auch beim zweiten Versuch plötzlich ohne Zeit da steht - und es aus ist», meinte Michael Schumacher. BMW-Sauber-Pilot Jacques Villeneuve glaubt: «Das wird die Hölle.» (tso/dpa)

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