Motorrad-WM : Toller Auftakt aus deutscher Sicht

Beim ersten Lauf der Motorrad-WM in Doha hat Stefan Bradl in der Moto2-Klasse gewonnen. Sandro Cortese wurde Zweiter in der 125-ccm-Klasse.

Steherrennen. Stefan Bradl feiert nach seinem Sieg in Doha. Foto: AFP
Steherrennen. Stefan Bradl feiert nach seinem Sieg in Doha. Foto: AFPFoto: AFP

DohaAls bei der Siegerehrung die deutsche Hymne erklang, wurde Stefan Bradl die Bedeutung des Augenblicks erst so recht bewusst. Er schüttelte immer wieder den Kopf. „Dass es so leicht geht, hätte ich nicht gedacht“, sagte Bradl. Bradl siegte im ersten Lauf der Motorrad-Weltmeisterschaft in Doha in der Klasse Moto2 in überzeugender Manier. Die deutschen Piloten feierten insgesamt einen fantastischen Saisonauftakt, da Sandro Cortese in der Klasse bis 125 Kubikzentimeter bei seinem 100. Start hinter dem Spanier Nicolas Terol Zweiter wurde. Jonas Folger belegte Platz fünf.

Als erster Deutscher nach Ralf Waldmann im Jahr 2000 hatte sich Bradl die Poleposition erkämpft. „Der Start war perfekt, und dann musste ich mich nur noch konzentrieren und meinen Job machen. Ich habe es versucht wie im Training. Die Geschwindigkeit war gut und ich habe nur noch die Rundenzeiten gesehen“, sagte der 21-Jährige, der zum vierten Mal in seiner Karriere einen Grand Prix gewann.

Unbeirrt spulte Bradl die Distanz herunter. Sieben Runden lang schaffte er Zeiten, die sich nur um bis zu drei Zehntelsekunden unterschieden. „Das Wichtigste ist die Konzentration. Das ist nicht so einfach und so ein Rennen ist verdammt lang“, berichtete Bradl, der dem Fahrwerkshersteller Kalex aus der Nähe von Augsburg den ersten Sieg bescherte. Dass der Start-Ziel-Erfolg derart überlegen ausfiel, macht Hoffnung für die nächsten Rennen.

Auch Sandro Cortese war sehr zufrieden nach dem ersten Rennen. „Ich bin überglücklich mit Platz zwei“, sagte Cortese, dessen Umstieg ins sächsische Racing-Germany-Team sich sofort bezahlt machte. „Ich bin wie ausgewechselt“, lobte Cortese sein Umfeld, dass ihm als Nummer-1-Pilot alle Freiheiten lässt. Nachdem er in der Vergangenheit mehrfach in entscheidenden Phasen nervlich versagte, machte er diesmal nahezu alles richtig. „Ich musste mit Kopf fahren. Ich durfte nicht auf Biegen und Brechen hinter Terol herstürmen, das hätte nichts gebracht. Es galt also, den zweiten Platz abzusichern“, erzählte der 21-Jährige. Nach Positionskämpfen in der ersten Runde setzte er sich an die Spitze seiner Gruppe und fuhr seinen Gegnern drei Runden vor dem Ende davon. „Jetzt weiß ich auch, dass es eine sehr gute Saison werden kann“, meinte Cortese. dpa

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