Sport : Motorradpilot Bradl wird Fünfter in China

Schanghai - Im Regen von Schanghai ist Stefan Bradl der absoluten Weltspitze ein weiteres Stück näher gerückt. Beim Motorrad-WM-Lauf von China kam der Zahlinger am Sonntag in der 125-ccm- Klasse als Fünfter ins Ziel und verkürzte seinen Rückstand auf die Spitzenposition in der Gesamtwertung auf elf Zähler – zu Platz zwei fehlen gar nur zwei Punkte. Auch Sandro Cortese zeigte ein starkes Rennen, stürzte aber kurz vor Schluss und musste am Ende mit Platz 16 vorlieb nehmen. Das Rennen gewann der Italiener Andrea Iannone. In der 250-ccm-Klasse holte sich der Finne Mika Kallio auf KTM seinen zweiten Saisonerfolg und baute die Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Das Rennen der MotoGP wurde zur Bühne für das Comeback von Valentino Rossi. Es war der 63. Erfolg des Italieners in der höchsten Klasse – allerdings der erste seit September 2007.

„Das Wichtigste war, dass ich kühlen Kopf bewahrt habe“, sagte Bradl, der beim Überfahren der Ziellinie die Faust ballte und später in der Box vor Freude strahlte. „Ich wusste, dass es nicht auf eine schnelle Runde ankommt, sondern dass ich meinen Rhythmus finden und den bis zum Ende fahren muss.“ Zumal der Aprilia-Pilot bislang eher nicht als Regenspezialist galt. Von Teamchef Stefan Kiefer bekam der 18-Jährige daher ein Sonderlob: „Die erste provisorische Poleposition am Freitag und das starke Rennergebnis im Regen zeigen, dass Stefan ganz vorn dabei ist.“ Eine fast noch bessere Leistung zeigte Cortese, blieb aber am Ende punktlos. Nachdem er acht Runden vor Schluss auf Platz sechs liegend ausgerutscht und gestürzt war, raste der Berkheimer mit den schnellsten Zeiten wieder auf Rang acht nach vorn. „Aber dann hat es mich in der vorletzten Kurve erneut umgehauen. Es ist so enttäuschend.“ dpa

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