Motorsport : Briatore will gegen Sperre klagen

Der frühere Chef des Formel-1-Teams von Renault, Flavio Briatore, will gegen seine lebenslange Sperre klagen. Briatore hatte Renault-Pilot Nelson Piquet Junior überredet, beim Großen Preis von Singapur 2008 einen Unfall zu provozieren, um einem Teamkollegen zum Sieg zu verhelfen.

Paris -  Der Italiener werde am Montag in Paris vor Gericht ziehen, berichtet die Pariser Zeitung „Le Journal du Dimanche“. Briatore wolle nicht nur, dass der Internationale Automobilverband Fia die Sperre zurücknehme, sondern verlange auch 500 000 bis eine Million Euro Schadenersatz. Er bedauere, nicht die angelsächsische Justiz anrufen zu können, die Schadenersatz großzügiger zuspreche.

Briatore war gesperrt worden, weil Renault-Pilot Nelson Piquet Junior beim Großen Preis von Singapur 2008 einen Unfall provoziert hatte, um einem Teamkollegen zum Sieg zu verhelfen. Der Renault-Teamchef soll Piquet zu dem Unfall überredet haben. Briatores Anwälte erklären der Zeitung zufolge, die Sperre widerspreche europäischem Recht und der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, weil sie unbefristet sei. Außerdem seien die Rechte der Verteidigung nicht beachtet worden und Fia-Präsident Max Mosley sei aus persönlicher Abneigung gegen Briatore als Chefrichter aufgetreten. dpa

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