Sport : Motorsport: Mit Knautschzone

Wasser hat keine Leitplanken. Das klingt selbstverständlich und ist Mark Warnecke doch nie so recht bewusst gewesen. Früher, das war die Zeit, in der Warnecke noch im nassen Element reüssierte. Dabei stellte sich der Mann aus Essen so geschickt an, dass er es bis zum Europameister und zum Olympiadritten 1996 in Atlanta brachte. Bis es Warnecke dann irgendwann zu langweilig wurde und er sein Glück als Motorsportler suchte. Das hätte am Samstag beinahe ernste Folgen gehabt. Beim Abschlusstraining des Porsche-Carrera-Cups auf dem Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal wurde der schwimmende Rennfahrer in einen schweren Auffahrunfall verwickelt. Auf dem schnellsten Streckenabschnitt kollidierte der Wagen des 31-Jährigen bei einer Geschwindigkeit von über 200 km/h mit dem Auto von Nicole Lüttecke (Schmalenberg). Warnecke ließ sich sofort behandeln und überstand den Unfall wie Nicole Lüttke unverletzt. "Ich war auf einer Auslaufrunde und wollte Nicole die Ideallinie freigeben", erzählte Warnecke später. "Ich habe rechts geblinkt, und als ich dann nach rechts gefahren bin, ist mir Nicole hinten ins Auto geknallt." Da an beiden Fahrzeugen Totalschaden entstand, nehmen beide beim vierten Lauf der Serie am Sonntag nicht teil. Vielleicht hat sich Mark Warnecke nach dieser ersten unangenehmen Erfahrung im Motorsport daran erinnert, wie ihm nach seinem 20. Platz bei Olympia 2000 in Sydney über seine Spezialstrecke 100 Meter Brust zumute war. Originalton Mark Warnecke vom 17. September 2000: "Das war wie Qualifying mit Motorschaden. Das ist, als wenn du im Porsche sitzt und wie mit einem Trabi fährst."

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