Motorsport : Montoya sorgt für Ärger bei Nascar-Rennen

Das Nascar-Rennen in Watkins Glen/New York hatte es in sich: Auf Kollisionen und ein Handgemenge folgte der Rennabbruch. Im Mittelpunkt des Geschehens stand Ex-Formel-1-Pilot Montoya.

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Kevin Harvick und Juan Pablo Montoya gerieten aneinander. -Foto: AFP

Watkins GlenBeim 22. Saisonlauf zum US-Nascar-Nextel-Cup kamen die Motorsport-Fans voll auf ihre Kosten. Nach turbulenten Geschehnissen endete das Rennen mit einem Abbruch. Der frühere Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya war wieder mal mittendrin.

15 Runden vor Schluss wollte der 31-jährige Kolumbianer beim Neustart nach einer Gelbphase den sechsten Platz verteidigen. Dabei wurde er beim Anbremsen der ersten Rechtskurve von Chevy-Pilot Martin Truex angeschoben. Montoya verlor die Kontrolle über seinen 850 PS starken Dodge Avenger und rauschte in den Chevrolet Impala von Daytona-500-Gewinner Kevin Harvick. Der Amerikaner war so wütend, dass er sein havariertes Auto direkt vor Montoyas Dodge "parkte" und eine Weiterfahrt verhinderte. In der Box lieferten sich die beiden Streithähne ein Wortgefecht. Nur mit Mühe hielten Streckenposten und der ebenfalls in den Unfall involvierte Jeff Burton die beiden davon ab, aufeinander loszugehen.

"Er kracht ja fast jedes Wochenende mit jemandem zusammen"

"Ich hatte das Gefühl, er wollte mich über den Haufen fahren und deshalb bin ich richtig sauer auf Montoya. Er kracht ja fast jede Woche mit jemandem zusammen", schimpfte Harvick. "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm in den Hintern trete. So war mir halt zumute". Montoya entgegnete: "Ich wollte meine Position gegen Truex verteidigen, bin von ihm angeschoben worden und habe mich gedreht. Dabei rutschte ich in Harvicks Auto. Es war nicht mein Fehler."

Montoya griff seinem auf ihn zustürmenden Widersacher in den Helm und schubste ihn weg: "Kevin hat mich gepackt und angebrüllt - das gefiel mir nicht. Ich habe mich nur verteidigt und ihm gesagt, er solle mich gefälligst in Ruhe lassen und die Klappe halten. Hier geht es auch um Respekt und so etwas sollte er mit niemandem machen." Die beiden Beteiligten müssen nun mit harten Strafen rechnen. Das Rennen gewann nach dem Abbruch Chevy-Pilot Tony Stewart (USA), Gesamtspitzenreiter bleibt der viermalige Nascar-Champion Jeff Gordon (USA/Chevrolet).

Pech hatte der deutsche Rennfahrer Klaus Graf aus Dornhan im Schwarzwald. Weil wegen Regens das Qualifying abgesagt werden musste und damit der aktuelle Meisterschaftsstand für die Startaufstellung herangezogen wurde, konnte sich der 38-jährige Dodge-Pilot nicht für einen der maximal 43 Startplätze qualifizieren.

Graf, der beim ALMS-Rennen am Samstag in Elkhart Lake hinter den beiden Werks-Audi R10 TDI als starker Dritter auf das Podest gefahren war und der eigens eine Luftbrücke zwischen beiden Standorten eingerichtet hatte, wäre der erste Fahrer gewesen, der ein solches Programm bewältigt hätte. (mit sid/dpa)

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