Sport : München 1860 - Stuttgart: Bala & Bori

Ausgerechnet gegen seinen Angstgegner SC Freiburg will sich Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern für die Demütigung im Halbfinale des Uefa-Cups rehabilitieren. Am heutigen Sonntag (17 Uhr 30/live in Premiere World) sollen die Weichen für den erneuten Sprung ins internationale Geschäft gestellt werden. Auf einen Befreiungsschlag ganz anderer Art hofft der abstiegsgefährdete und auswärts noch sieglose VfB Stuttgart bei 1860 München.

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Tipp-Spiel: Wer wird Deutscher Meister? Nach den beiden klaren Niederlagen gegen CD Alaves und der haarsträubenden Bilanz von 20 Gegentoren in den letzten fünf Pflichtspielen ist die Stimmung bei den Pfälzern angespannt wie selten zuvor. Teamchef Andreas Brehme appelliert deshalb an die Moral seiner zuletzt schwächelnden Elf: "Vielleicht ist es sogar gut, dass wir uns jetzt voll auf die Bundesliga konzentrieren können. Damit können wir uns nicht durch andere Dinge ablenken lassen." Doch er warnt vor den Freiburgern: "Die sind technisch ähnlich stark wie Alaves."

Zudem feierten die Breisgauer in den letzten fünf Spielen seit dem Wiederaufstieg gegen ihren Lieblingsgegner aus der Pfalz vier Siege. Neben Harry Koch (Knieverletzung) droht dem FC Kaiserslautern außerdem der Ausfall von Mario Basler (Zerrung). Entspannter kann Freiburgs Coach Volker Finke dem Südwest-Derby entgegen blicken. Zwar plagen den Trainer nach wie vor große Verletzungssorgen im Abwehrbereich - Oumar Konde, Lars Hermel, Stefan Müller fehlen -, doch die Zuversicht ist nach dem Coup in Leverkusen (3:1) groß.

Freiburg will im Vergleich mit Kaiserslautern die Kräfteverhältnisse zurecht rücken. "Wir sind in der Abwehr gut organisiert, so dass wir auch die langen Stürmer in den Griff bekommen könnten", betonte Finke. Das Duell der Bulgaren Daniel Borimirow und Krassimir Balakow steht im Mittelpunkt der Partie zwischen 1860 München und dem VfB Stuttgart. "Borimirow ist sowieso der Bessere", tönt 1860-Trainer Werner Lorant. Auch sein Spieler strotzt vor Selbstvertrauen. "Den Balakow packe ich mir", sagte Borimirow. Die Münchner Boulevardzeitungen haben sich auch schon auf die Spielmacher konzentriert und schrieben vor dem Spiel wenig originell von dem Duell zwischen "Bala und Bori".

Nach dem Sieg gegen Energie Cottbus sind die abstiegsbedrohten Stuttgarter selbstsicherer geworden. "Dieser Erfolg hat neue Kräfte freigesetzt. Ein weiterer Erfolg wäre psychologisch wichtig", meint VfB-Coach Felix Magath, der seine Entscheidung in der Torwartfrage erst kurz vor dem Spiel treffen will. Gut möglich, dass der nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigte Stammkeeper Timo Hildebrand erneut Thomas Ernst, der gegen Cottbus überzeugte, weichen muss. Noch nicht gesichert ist der Einsatz der angeschlagenen Stürmer Adhemar und Ioan Viorel Ganea.

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