Sport : „Müssen nicht alle betrunken sein“ Vor dem DFB-Pokalfinale: Wer was sagt

„Wir werden uns freuen und auch ein bisschen feiern, aber wir wissen, dass es nicht das letzte Spiel ist“, sagte Bayerns Torjäger Mario Gomez am Donnerstag vor dem DFB-Pokalfinale am Samstag (20 Uhr/ZDF und Sky) gegen Dortmund mit Blick auf das Finale gegen den FC Chelsea am 19. Mai. Und es müsse ja nicht so sein, „dass um vier Uhr alle sturzbetrunken unter dem Tisch liegen, man kann auch so feiern“. Zuletzt hatte es für die Bayern vier Niederlagen in Serie gegen den alten und neuen deutschen Meister gegeben. „Das ist natürlich nicht schön, vor allen Dingen als FC Bayern. Aber für uns geht es nur darum, den Titel zu gewinnen, egal wer der Gegner ist – ob Fürth, Frankfurt, Stuttgart oder Dortmund“, sagte Gomez.

Borussia Dortmund kann das Endspiel um den DFB-Pokal in Bestbesetzung bestreiten. Trainer Jürgen Klopp stehen für die Partie am Samstag im ausverkauften Berliner Olympiastadion bis auf Patrick Owomoyela alle Profis zur Verfügung.

Jupp Heynckes, Trainer des FC Bayern, blickt mit einer Portion Neid auf den Kollegen, wenn Jürgen Klopp mal wieder das „Rumpelstilzchen“ gibt. „Ich wäre gerne noch so sprintstark und sprunggewaltig wie Jürgen an der Außenlinie“, sagt der gerade 67 Jahre alt gewordene Coach augenzwinkernd über Dortmunds Meister-Coach. Klopp „fällt als erstes seine Gelassenheit ein“, wenn er über Heynckes nachdenkt. „Jupp Heynckes war und ist in beiden Bereichen außergewöhnlich. Erst war er ein großer Spieler, der viele Tore geschossen hat, dann ist er auch ein

großer Trainer geworden“, sagt Klopp im Gespräch mit DFB.de, und fügt schmunzelnd an: „Als Spieler hat es für mich gerade mal zum Schulmeister und Hessenmeister mit Rot-Weiß Frankfurt gereicht.“ Als Fußballlehrer hat Klopp indes aufgeholt: Wie sein 23 Jahre älterer Kollege ist er zweimaliger deutscher Meister. Heynckes hat ihm an Titeln nur noch die Champions League (1998 mit Real Madrid) voraus. Pokalsieger als Trainer waren beide noch nicht.

Der DFB-Pokal bleibt sportlich, aber auch finanziell äußerst attraktiv. Der Sieger des Endspiels wird allein aus der Verwertung der Medienrechte 6,256 Millionen Euro netto einnehmen. Die Summe setzt sich aus dem gestaffelten TV-Honorar zusammen. So erhält zum Beispiel jeder der 64 Teilnehmer in der ersten Runde 100 000, der Finalteilnehmer 2,0, der Pokalsieger sogar 2,5 Millionen Euro.

In ihrem dritten DFB-Pokal-Finale setzen die Fußballerinnen des FC Bayern München auf ihre Außenseiterchance. „Es ist ein Genuss für uns, in das Finale gekommen zu sein. Wir werden jede Chance nutzen, Frankfurt das Leben schwer zu machen“, sagte Trainer Thomas Wörle am Donnerstag in München. Nach den Niederlagen 1988 (0:4 gegen TSV Siegen) und 1990 (0:1 gegen FSV Frankfurt) soll an diesem Samstag (16.00 Uhr/ZDF) am ersten Doppel-Finaltag eines Vereins gegen den 1. FFC Frankfurt in Köln der erste Pokal-Erfolg der Bayern-Frauen glücken. Tsp/dpa

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