Sport : Muhammad Ali: Ich bin Moslem, ich bin Amerikaner

Muhammad Ali wurde am 17. Januar unter dem Namen Cassius Marcellus Clay in Louisville, Kentucky, geboren. 1964 konvertierte er zum Islam, änderte seinen Namen in Muhammad Ali und trat der schwarzen Bürgerrechtsbewegung "Black Muslims" bei. 1967 verweigerte der damalige Boxweltmeister den Kriegsdienst und widersetzte sich beim Vietnamkrieg seiner Einberufung. Die empörten Vereinigten Staaten entzogen ihm daraufhin den Titel und die Box-Lizenz auf drei Jahre. Außerdem wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, die er allerdings nie antreten musste. Nach seiner Rückkehr in den Boxring erkämpfte er sich erneut den WM-Titel und gilt heute als einer der bedeutendsten Sportler der Geschichte.

Muhammad Ali hat zum Terroranschlag auf Amerika Stellung genommen. Der Tagesspiegel würdigt diese Äußerung, indem er sie hier, auf dem Kommentar-Platz des Sportes, abdruckt.

"Ich bin ein Moslem. Ich bin ein Amerikaner. Als ein amerikanischer Moslem möchte ich meine tiefe Trauer und meinen Kummer zum gewaltigen Verlust an Leben ausdrücken, das am Dienstag ausgelöscht wurde. Der Islam ist eine Religion des Friedens. Der Islam fördert nicht den Terrorismus oder das Töten von Menschen.

Ich kann nicht dasitzen und die Welt denken lassen, dass der Islam eine Religion des Tötens ist. Es schmerzt mich zu sehen, welche radikalen Menschen das tun im Namen des Islams. Diese Radikalen tun das gegen Gott. Moslems glauben nicht an Gewalttätigkeit.

Wenn die Täter Moslems sind, haben sie die Lehre des Islams vergewaltigt. Wer immer die terroristischen Attacken gegen die USA unterstützt oder dahinter steht, repräsentiert nicht den Islam. Gott steht nicht hinter Mördern. Jeder, der darin involviert ist, muss für die Grausamkeit bezahlen.

Ich bete, Gott segnet die Menschen und Familien, die getötet wurden, und unser großes Land. "

0 Kommentare

Neuester Kommentar