Sport : Mutiger Wunsch

Die Dallas Mavericks beenden die NBA-Hauptrunde auf Platz fünf und hoffen auf die Los Angeles Lakers als Play-off-Gegner

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Dallas (Tsp/dpa). Die Dallas Mavericks haben den Kampf um den fünften Platz in der Western Conference der nordamerikanischen BasketballProfiliga NBA gewonnen. Das Team um den Würzburger Dirk Nowitzki besiegte am Dienstag den direkten Kontrahenten Memphis Grizzlies mit 110:103 und kann auch bei einer Niederlage im letzten Auswärtsspiel bei den Houston Rockets Rang fünf nicht mehr verlieren.

„Wir wollten den fünften Platz und so sind wir auch aufgetreten“, sagte Nowitzki, der nur elf Punkte, aber zehn Rebounds beisteuerte. Die Texaner stellen in dieser Saison das beste Heimteam der NBA. 36:5-Siege sind zudem das beste Ergebnis in ihrer 24-jährigen NBA-Geschichte. „Wir hatten zu Hause wirklich eine tolle Saison. Das wollten wir nicht mehr vermasseln“, erklärte Nowitzki. Auswärts aber patzten die Mavericks zu häufig: 15 Erfolgen stehen vor dem letzten Spiel in Houston 25 Niederlagen gegenüber. Seit der Saison 1990/91 ist es das erste Mal, dass das erfolgreichste Heimteam in den Play-offs auf das Heimrecht zunächst verzichten muss.

Den Vorteil hätten die Mavericks gerne genutzt. Gleich in der ersten Play-off-Runde wartet am kommenden Wochenende ein sehr schwerer Gegner auf die Texaner. Wahrscheinlicher Gegner sind die Los Angeles Lakers, möglich sind auch Titelverteidiger San Antonio Spurs und die Sacramento Kings. Nowitzki wären die Lakers ganz recht. „Vor der Saison hat jeder gesagt, er möchte nicht gegen die Lakers spielen, mittlerweile ist das anders. Die sind während der Saison auch ganz schön oft gestolpert“, sagte der Würzburger. Allerdings nicht am Dienstag, an dem der Topstar der Lakers, Kobe Bryant, beim 109:104 gegen Golden State Warriors seine Qualität unterstrich. Der 25-Jährige präsentierte sich in Play-off-Form und verbesserte seine Saisonbestleistung auf 45 Punkte. Die Lakers zeigten sich in dieser Saison als unberechenbare Mannschaft.

Eine bessere Ausgangsposition hatten die Mavericks in der ersten Saisonhälfte verspielt. Zur Halbzeit geriet sogar Trainer Don Nelson kurzzeitig in die öffentliche Kritik, als klar wurde, dass sein Team das hervorragende Ergebnis der vergangenen Saison nicht wiederholen würde. Die Hauptrunde der Saison 2002/2003 hatten die Mavericks mit 60 Siegen und 22 Niederlagen als zweitbestes Team der NBA beendet. Von diesem Ergebnis sind die Mavericks in dieser Saison ein gutes Stück entfernt.

Ende März hat sich Dirk Nowitzki über die Taktik der Mannschaft beschwert und gefordert, dass man sich auf die alte Stärke besinne: die Offensive. Auch Trainer Don Nelson sah nach einer Niederlagenserie auf einer Auswärtsreise Handlungsbedarf und ließ daraufhin den NBA-Neuling Marquis Daniels in der Startformation spielen. Diese kleinere Aufstellung hat sich seitdem ausgezahlt. Sieben Siegen stehen nur zwei Niederlagen gegenüber. Und diese beiden zählen für Trainer Don Nelson auch nicht wirklich, weil er in diesen Spielen auf seinen Flügelspieler Michael Finley verzichten musste.

Vor allem Daniels dankt seitdem das in ihn gesetzte Vertrauen mit vorzüglichen Leistungen. Gegen Memphis war der Rookie mit 30 Punkten der Matchwinner. Ihm am nächsten kam noch Aufbauspieler Steve Nash , Michael Finley ließ es dagegen mit neun Punkten gemächlich angehen.

Die vergangene Saison endete für die Mavericks mit einer 2:4-Niederlage im Western-Conference-Finale gegen San Antonio. Es war eine bittere Niederlage, denn Don Nelson hatte sich seine erste NBA-Meisterschaft als Trainer erhofft. Doch den Titel holten schließlich die San Antonio Spurs, die sich im Finale gegen New Jersey mit 4:2-Siegen behaupteten. In dieser Saison ist das Ziel der Mavericks ein wenig heruntergesetzt. Sie müssen froh sein, wenn sie überhaupt die erste Play-off-Runde überstehen.

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