Sport : Mutmaßlicher Formel-1-Spion will auspacken

Berlin - Der der Spionage verdächtigte Formel-1-Ingenieur Mike Coughlan hat sich außergerichtlich mit Ferrari geeinigt. Nach Informationen der BBC zieht der italienische Rennstall dafür seine Anzeige zunächst zurück – der Gerichtstermin am Mittwoch in London fiel daher aus –, behält sich jedoch weitere rechtliche Schritte vor. Ferrari hatte den inzwischen beurlaubten Chefdesigner des Konkurrenten McLaren-Mercedes nach einer Hausdurchsuchung angezeigt, weil er geheime Daten des Ferrari-Technikers Nigel Stepney angenommen haben soll. Coughlan und seine Frau Trudy, die die Dokumente in einem Copyshop kopiert hatte, wollen sich Ferrari nun unter Eid offenbaren.

Weiterhin ermittelt wird allerdings gegen den von Ferrari im Zuge der Affäre entlassenen Stepney. Die Staatsanwaltschaft Modena steht nach einem Bericht der „Gazzetta dello Sport“ vor der Aufklärung des mutmaßlichen Sabotagevorfalls vor dem Großen Preis von Monaco. Stepney soll ein weißes Pulver in die Tanköffnungen der Rennwagen geschüttet haben. „Wir haben eine Vorstellung, was es war“, sagte Staatsanwalt Giuseppe Tibis. Stepney bestreitet alle Vorwürfe und droht Ferrari mit Enthüllungen. Tsp

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