Nach 0:5 gegen Manchester : Rudi Völler kritisiert Kritik

Der Auftritt erinnerte an seine Wutrede als DFB-Teamchef im September 2003. Mit harschen Worten setzte sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler gegen die jüngste öffentliche Kritik an der Leverkusener Mannschaft zur Wehr.

Rudi Völler hat mit großer Verärgerung auf die teilweise deutliche Medienkritik an Bayer Leverkusen nach dem 0:5 in der Champions League gegen Manchester United reagiert. „Die Mannschaft hat es nicht verdient, so behandelt zu werden. Dazu hat sie in den vergangenen Monaten zu viel richtig gemacht“, klagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten am Freitag.

Wütend verwies er auf den jüngsten Höhenflug des Teams von Trainer Sami Hyypiä in der Meisterschaft: „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Tabellenzweiter sind. Wir sind ein absoluter Topclub.“ Ähnlich wie bei seinem Wutausbruch als DFB-Teamchef im September 2003 nach dem 0:0 der Nationalmannschaft in Island redete sich Völler in Rage.

Das Image des Vereins sei „viel besser, als es nach der Niederlage beschrieben wurde“. „Noch in den 80er Jahren haben die Spieler von Bayer das Vereinsemblem mit der Hand verdeckt. Heute laufen die Fans mit breiter Brust durch Köln“, sagte der einstige Nationalspieler. Nicht zuletzt deshalb bestehe kein Grund, nach der Schlappe gegen Manchester grundsätzliche Dinge infrage zu stellen: „Hier geht es mit Vernunft weiter - auch nach 0:5-Niederlagen.“

Bei aller Verärgerung über die Medienschelte machte auch Völler aus seiner Enttäuschung über die Pleite keinen Hehl: „Der Stachel sitzt noch immer tief und wird erst herausgezogen, wenn die Mannschaft gegen Nürnberg gut spielt. Aber ich bin sicher, alle Spieler werden sich auskotzen. Das werden wir wieder wettmachen“, sagte er voller Hoffnung auf eine Trotzreaktion des Teams im Duell mit dem in dieser Saison noch sieglosen Vorletzten aus Nürnberg am Samstag (15.30 Uhr). (dpa)

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