Nach Absage von DeAndre Jordan : Trostlose Aussichten für die Dallas Mavericks

Für die neue Saison schienen die Dallas Mavericks die perfekte Verstärkung gefunden zu haben. Doch Center DeAndre Jordan hat den Wechsel platzen lassen – und Dirk Nowitzki damit wohl seine letzte Titelchance genommen. Ein Kommentar.

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Der wahrscheinlich letzte Vertrag von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks endet 2017.
Der wahrscheinlich letzte Vertrag von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks endet 2017.Foto: dpa

Seit vier Jahren warten die Dallas Mavericks auf den dicken Fisch. Nachdem das Team des NBA-Champions von 2011 auseinandergebrochen ist, sind die Mavericks auf der Suche nach dem einen entscheidenden Transfer, der aus einer guten Basketballmannschaft wieder eine herausragende macht. Jetzt schien Dallas der Fang gelungen zu sein, der Dirk Nowitzki im Spätherbst seiner Karriere noch einmal in Reichweite einer Meisterschaft bringen sollte. Center DeAndre Jordan – 2,11 Meter groß, 120 Kilo schwer, bester Rebounder der NBA – schien die perfekte Ergänzung zu Nowitzki zu sein. In letzter Sekunde ist der dicke Fisch nun aber doch noch aus dem Boot gesprungen, Jordan hat den Wechsel platzen lassen. Und damit die wohl allerletzte Chance auf einen erneuten Titelgewinn für Nowitzki mitgenommen.

Eigentlich hatte Jordan den Mavericks fest zugesagt, US-Medien priesen das Geschick und die rosige Zukunft der Texaner. Fünf Tage später ließ sich der 26-Jährige aber von seinen Mitspielern der L.A. Clippers überzeugen, seinen Vertrag in Los Angeles zu verlängern, statt nach Dallas zu wechseln. Nicht nur Jordan ist damit vom Markt. Während Mavericks-Besitzer Mark Cuban dachte, der große Coup sei ihm gelungen, haben andere potenzielle Verstärkungen anderswo unterschrieben. Cubans Plan, nach dem Titel 2011 das Meisterteam zu zerschlagen und neu zusammenzupuzzeln, hat sich endgültig als Riesenfehler herausgestellt.

Dallas hat nun mehr als einen Spieler verloren. Sondern die wahrscheinlich letzte Chance, das Team mit der Aussicht auf Erfolg umzubauen. Die Alternative ist grausam, aber womöglich unausweichlich: Die Mavericks könnten gezwungen sein, ein oder zwei Jahre mit Absicht schlecht zu spielen, um ihre Chancen zu erhöhen, die Mannschaft über den Draft neu aufzubauen. Der am Donnerstag verpflichtete Jordan-Ersatz Zaza Pachulia von den Milwaukee Bucks (vergangene Saison im Schnitt 8,3 Punkte/6,8 Rebounds) wird Dallas wohl nicht weiterhelfen können.

Für Dirk Nowitzki läuft damit alles auf eine traurige Pointe hinaus. Und erst einmal eine trostlose Aussicht bis 2017, wenn sein mutmaßlich letzter Vertrag in Dallas ausläuft.

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