Nach Boxsieg : Sebastian Sylvester: Reif für Felix Sturm

Der Mittelgewichtsboxer Sebastian Sylvester verteidigt souverän seinen Weltmeistergürtel und könnte nun gegen Felix Sturm antreten.

Viel Wind gemacht und neuen Sturm entfacht: Box-Weltmeister Sebastian Sylvester, genannt Hurrican, besiegte in Rostock den Hamburger Mahir Oral und nährte in seinem Umfeld Begehrlichkeiten auf einen Titelvereinigungskampf mit Felix Sturm. „Das war die beste Leistung in Sebastians Karriere. Ich würde ihn gern noch einmal mit Herrn Sturm im Ring sehen“, sagte Sylvesters Manager Kalle Sauerland nach dem einstimmigem Punktsieg gegen den enttäuschenden Herausforderer.

Der IBF-Mittelgewichts-Champion zeigte sich nach dem 34. Sieg im 38. Kampf seiner Karriere locker und ausgelassen wie selten zuvor. „Das war ein toller Kampf. Ich denke, das Eintrittsgeld hat sich gelohnt“, sagte der 30 Jahre alte Greifswalder: „Nun freue ich mich auf einen schönen Urlaub.“ Den hat sich Sylvester redlich verdient. Der Schützling von Trainer Karsten Röwer lieferte gegen den enttäuschenden, mit zunehmender Kampfdauer beinahe wehrlosen Herausforderer wie immer ehrliche Arbeit ab und wusste diesmal auch boxerische Glanzpunkte zu setzen. „Was Sebastian in der vierten Runde gezeigt hat, war beeindruckend. So eine hohe Schlagfrequenz habe ich noch nie von ihm gesehen“, lobte Sauerland. Der Promoter hat mit Sylvester noch einiges vor. „Ein langfristiges Ziel bis Ende nächsten Jahres ist ein Kampf gegen Felix Sturm“, sagte Sauerlands Geschäftsführer Christian Meyer und legte provokativ nach: „Wenn wir wissen, dass Sturm ein bisschen stabil ist.“ Mit dem Jungunternehmer Sturm, der sich nach seiner Trennung von der Hamburger Universum-Boxpromotion selbst vermarktet, hat Sylvester noch eine Rechnung offen. Im November 2008 unterlag er dem WBA-Champion sang- und klanglos nach Punkten. (dpa)

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