Sport : Nach dem 4:1-Erfolg darf man ungeniert vom Titel träumen

Der Auftritt war Ausdruck purer Fußball-Lust. Nach dem 4:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg schwärmte die Prominenz über Bayer 2000. "In dieser Verfassung hat Leverkusen reelle Chancen auf den Titel", sagte DFB-Teamchef Erich Ribbeck. "Die Festtage schreien nach einer Fortführung", jubelte Bayer-Trainer Christoph Daum. "Das war moderner Top-Fußball mit viel Kreativität", meinte Reiner Calmund. Für den Bayer-Manager bleibt Bayern München zwar Titelaspirant Nummer eins, doch nach dem 13. Heimspiel ohne Niederlage seit dem 29. Mai 1999 sitzt der Vizemeister dem Spitzenreiter mit zwei Punkten Rückstand im Nacken. Und in dieser Form sind die Leverkusener weiter ein Kandidat für den ersten Titel im neuen Jahrtausend.

"Wenn wir so weiterspielen, können wir diesmal das große Ding drehen, denn wir wissen, dass wir Bayern packen können, weil wir ruhig, cool, gelassen sind und unsere Lektion nach dem 1:4 in München gelernt haben", glaubt Jens Nowotny. Kapitän und Mannschaft feierten 22 500 Zuschauer in der BayArena mit Klatschrhythmen und La Ola im Duell Spielkultur kontra Kampfkraft, in dem ein Nationalspieler-Trio die Akzente setzte.

Ulf Kirsten imponierte mit seinen Saisontoren elf und zwölf, wobei das 1:0 gleichzeitig das 600. Bundesligator in dieser Saison war. Rectsaußen Oliver Neuville gefiel mit seiner besten Leistung im Bayer-Trikot, und Stratege Michael Ballack avancierte zum besten Spieler auf dem Platz. An die großen Drei verteilte dann auch Ribbeck Bestnoten: "Kirsten macht Tore wie kein anderer, er ist immer ein Thema fürs Nationalteam, Neuville ist ein Mann für mich, wenn er auf dieser Position wie heute spielt, Ballack war super, in dieser Verfassung ist er eine echte Alternative für meinen Kader."

Calmund brach eine Lanze für Ballack und forderte die Nominierung des Ex-Lauterers in die DFB-Auswahl: "Ich habe Erich Ribbeck gesagt, dass Ballack einer ist, der auf Sicht die Zukunft der Nationalmannschaft gestalten muss. Er hat einen Weitblick wie früher Franz Beckenbauer."

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