Nach dem Sieg gegen den KSC : Entscheider im Zentrum

Das Mittelfeld von Union Berlin glänzte trotz numerischer Unterlegenheit gegen den Karlsruher SC. Der Schlüssel zum Erfolg war der hohe läuferische Aufwand der Köpenicker.

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Miachel Parensen (l.) bejubelt zusammen mit Teamkollegen Patrick Kohlman seinen Trefefr zum 2:0-Endtsand gegen den KSC. Foto: dpa
Miachel Parensen (l.) bejubelt zusammen mit Teamkollegen Patrick Kohlman seinen Trefefr zum 2:0-Endtsand gegen den KSC.Foto: dpa

Die Brust herausgestreckt, die Arme ausgebreitet, so feierte Michael Parensen seinen ersten Saisontreffer. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Union hatte im Spiel gegen den Karlsruher SC den 2:0-Endstand erzielt. Gemeinsam mit Markus Karl, Christopher Quiring und Torsten Mattuschka hatte der 26-Jährige am Sonnabend im Stadion An der Alten Försterei großen Anteil am Sieg der Berliner. Alle vier spielen beim 1. FC Union im Mittelfeld, dem zurzeit stärksten Mannschaftsteil des Zweitligisten. Auf die Frage, ob man das Spiel gegen Karlsruhe im Zentrum entschieden hätte, antwortete Parensen: „Ja, vielleicht.“ Mit großem Laufaufwand hatten Unions Mittelfeldspieler die meiste Arbeit von der eigenen Abwehr ferngehalten und in der Offensive immer wieder gefährliche Angriffe inszeniert. „Sie haben viel weggeräumt und es uns damit einfacher gemacht“, lobte Christian Stuff seine Vorderleute. Unions Innenverteidiger hatte nach kurzer Verletzungspause 77 Minuten durchgehalten, dann wurden die Schmerzen im angeschlagenen Sprunggelenk nach einem Zweikampf doch zu groß, sodass Maurice Trapp für Stuff aufs Feld und zu seinem ersten Einsatz in dieser Saison kam. Wirklich eingreifen musste der 19-Jährige aber nicht mehr, dafür ließ Unions Mittelfeld zu wenig durch.

Dabei waren Karl, Quiring, Parensen und Mattuschka stets in Unterzahl. „Wir wussten vorher, dass wir sehr viel laufen müssen, weil wir aufgrund der unterschiedlichen Spielsysteme in der Mitte meist einer weniger sind“, sagte Parensen. Karlsruhe begann mit fünf Mann im Mittelfeld, Union spielte dagegen wie gewohnt im von Trainer Uwe Neuhaus bevorzugten System mit vier Mittelfeldspielern und zwei Angreifern, einer sogenannten Raute. „Gegen Aachen hatten wir noch Probleme, die zahlenmäßige Unterlegenheit in der Mitte auszugleichen. Schön, dass wir uns nun steigern konnten“, sagte Parensen, der sich gegen die schwachen Karlsruher weit weniger von der linken Außenbahn in die Zentrale fallen lassen musste als sonst.

Gegen stärkere Gegner rückt Parensen wenn nötig phasenweise in die Mitte, um dort Karl defensiv zu unterstützen. Parensens Pendant auf der rechten Seite, Christopher Quiring, ist dagegen im Verbund mit Torsten Mattuschka für die offensiven Aktionen zuständig. Am Sonnabend erzielte Quiring bereits sein viertes Saisontor. „Ich bin absolut zufrieden mit dem Mittelfeld, dass haben sie wirklich sehr gut gemacht“, sagte Trainer Neuhaus. Michael Parensen, Markus Karl, Christopher Quiring und Torsten Mattuschka werden das sicher gern vernommen haben.

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