Nach Klitschko-Kampf-Skandal : Box-Rüpel Dereck Chisora gesperrt

Berufsverbot und Anti-Aggressionstraining. Der Weltverband WBC sperrt den Skandal-Boxer Dereck Chisora für unbestimmte Zeit und spricht von "einem der schlimmster Verhalten, das ein Profiboxer jemals gezeigt hat". Auch David Haye entschuldigte sich.

Bereits vor dem Kampf gegen Klitschko hatte Chisora mit einer Ohrfeige für den Weltmeister für negative Schlagzeilen gesorgt.
Bereits vor dem Kampf gegen Klitschko hatte Chisora mit einer Ohrfeige für den Weltmeister für negative Schlagzeilen gesorgt.Foto: dpa

Der britische Boxer Dereck Chisora ist vom Profi-Weltverband WBC auf unbestimmte Zeit gesperrt worden, weil er sich nach der WM-Niederlage gegen Vitali Klitschko eine Prügelei mit Landsmann David Haye geliefert hatte. Der Verband sprach am späten Dienstagabend in einer Mitteilung von einem der schlimmsten Verhalten eines Profiboxers, die es jemals gegeben habe.
Über die endgültige Höhe der Strafe solle nach einer Anhörung entschieden werden. Zudem verlangte der Verband, Chisora solle sich einem Anti-Aggressionstraining unterziehen. Danach werde neu über sein Box-Verbot befunden. In Großbritannien muss sich Chisora am 14. März vor dem British Boxing Board of Control äußern.

Provokateure unter sich: Dereck Chisora und David Haye
Nach dem Kampf gegen Vitali Klitschko hatte Dereck Chisora noch nicht genug. Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf legte er sich mit dem ehemaligen Weltmeister David Haye an...Alle Bilder anzeigen
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19.02.2012 20:00Nach dem Kampf gegen Vitali Klitschko hatte Dereck Chisora noch nicht genug. Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf legte er sich...


Chisora hatte Vitali Klitschko beim Wiegen am Tag vor dem Kampf in München bereits eine Ohrfeige verpasst. Auf der Pressekonferenz nach seiner Punktniederlage am 18. Februar geriet er mit Haye aneinander und wurde am folgenden Morgen deswegen von der Polizei verhört. In der vorigen Woche hatte sich Chisora entschuldigt. Auch Haye bedauerte sein Verhalten. Er war nach eigenen Angaben aus Angst vor Chisora aus Deutschland ausgereist, noch bevor ihn die Polizei befragen konnte. (dpa)

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