Nach NBA-Lockout : Alba hofft auf Nowitzki

Die Tarifverhandlungen in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA sind gescheitert. Sogar der Ausfall der kompletten Saison droht. Wenn es wirklich so kommt, ist Superstar Dirk Nowitzki auch ein Thema für Alba Berlin.

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Dirk Nowitzki lacht und lacht. Vielleicht ja auch bald im Trikot von Alba Berlin?
Dirk Nowitzki lacht und lacht. Vielleicht ja auch bald im Trikot von Alba Berlin?Foto: dapd

Berlin - Spielt NBA-Champion Dirk Nowitzki in der kommenden Saison in der Bundesliga, vielleicht sogar bei Alba Berlin? Die Chancen sind zumindest wieder etwas gestiegen. Am Donnerstag trafen sich Spielergewerkschaft und Klubbesitzer der NBA zu ihrer vorerst letzten Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag in New York. Beinahe erwartungsgemäß kam es dabei nicht zu einer Einigung. Damit ist der erste Lockout in der nordamerikanischen Basketball-Liga seit 13 Jahren perfekt. 1998/99 verschob sich der Saisonstart bis in den Februar, nur 50 von ursprünglich 82 Hauptrundenspielen fanden statt.

Klubs und ihre Spieler dürfen damit ab sofort keinen Kontakt mehr miteinander haben, Training oder Vereinswechsel sind nicht möglich. Zudem erhalten die Profis kein Gehalt mehr. Zwar wollen sich beide Seiten wieder zusammensetzen, doch wann das der Fall sein wird, ist offen. Zeit für neue Gespräche bleibt noch genug. Die neue Saison soll erst im November starten, doch dass es dazu kommt, scheinen die Parteien im Moment selbst nicht zu glauben. Sogar der Ausfall der kompletten Spielzeit 2011/12 ist möglich. „Leider sind wir kein Stück weiter gekommen“, sagte NBA-Chef David Stern am Donnerstagabend. „Wir liegen bei unseren Vorstellungen meilenweit auseinander.“

Dirk Nowitzki verfolgt das derzeit alles mehr oder weniger entspannt aus dem Urlaub. Der NBA-Champion von den Dallas Mavericks hatte bereits am Dienstag in Würzburg erklärt: „In meinem Alter kann ich nicht ein Jahr rumsitzen und dann wieder anfangen zu spielen“. Ein Engagement in der Bundesliga des Superstars wäre für die Vereine allerdings allein schon aufgrund der hohen Versicherungssumme ein sehr kostspieliges Unterfangen.

Bei Alba will man eine Verpflichtung Nowitzkis allerdings nicht ausschließen: „Wir versuchen alles, was möglich ist“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi dem Tagesspiegel und bestätigte zumindest „Vorgespräche“ mit der Nowitzki-Seite. Klar sei aber auch: „Bevor nicht feststeht, wann die NBA-Saison beginnt oder ob sie womöglich ganz ausfällt, wird nichts passieren.“ Zumindest die Chance auf einen Einsatz von Nowitzki bei der EM könnte durch den Lockout gestiegen sein. Bislang hatte der 33-jährige seine Teilnahme am Turnier im August und September in Litauen offen gelassen.

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