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Nach Sieg im letzten Springen : Schlierenzauer gewinnt erneut die Vierschanzentournee

06.01.2013 21:16 Uhrvon
Der Österreicher Gregor Schlierenzauer ist derzeit das Maß aller Dinge im Skispringen.Bild vergrößern
Der Österreicher Gregor Schlierenzauer ist derzeit das Maß aller Dinge im Skispringen. - Foto: Reuters

UpdateDer Österreicher Gregor Schlierenzauer hat wie im Vorjahr die Vierschanzentournee gewonnen. Im abschließenden Springen siegte er auch in Bischofshofen. Weniger gut lief es hingegen für den Deutschen Severin Freund.

Der Wettbewerb im österreichischen Bischofshofen gilt traditionell als, sagen wir, bodenständigster der Vierschanzentournee. Am Sonntag konnten das die Angestellten einer privaten mobilen Alkohol-Kontrollfirma mit aktuellen Ergebnissen der 20 000 Zuschauer am Fuße der Paul-Ausserleitner-Schanze untermauern. „Der Rekord liegt bislang bei 3,6 Promille“, sagte eines der Mädchen, die für eine freiwillige Alkomat-Messung zwei Euro kassieren. „Der Mann konnte sogar noch laufen.“ Weil diese Messung allerdings vor Beginn des abschließenden Springens der Vierschanzentournee stattgefunden hat, bleibt fraglich, ob dieser Rekordhalter mitbekommen hat, wie spektakulär der vielumjubelte Sieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer im Bischofshofener Dauerregen zustande gekommen ist.

Mit seinem letzten Sprung war der Norweger Anders Jacobsen auf 139 Meter gesegelt, so weit wie kein anderer an diesem Abend. Plötzlich musste Gregor Schlierenzauer zittern, ein durchschnittlicher Sprung und der Österreicher hätte seinem norwegischen Rivalen zum Tourneegesamtsieg gratulieren müssen. Doch Gregor Schlierenzauer springt schon länger alles andere als durchschnittlich. Der 22-Jährige flog ganz, ganz lange auf das rot-weiß-rote Fahnenmeer zu und jubelte dann im Auslaufraum überschwänglich: Über seinen Sieg in Bischofshofen, über den Gesamtsieg bei der Tournee und über die erfolgreiche Titelverteidigung. „Es ist unglaublich“, sagte Schlierenzauer, „erst kämpfe ich sechs Jahre lang, und jetzt gewinne ich das Scheißding zweimal hintereinander.“ Er bescherte Österreich auch den fünften Vierschanzentournee-Sieg in Folge.

Auf Platz zwei in Bischofshofen und in der Gesamtwertung landete Anders Jacobsen. „Ich muss ihm gratulieren“, sagte Schlierenzauer, „es war ein verdammt harter Fight bis zum Schluss.“ Platz drei belegte der 19 Jahre alte Österreicher Stefan Kraft, der auf seiner Heimschanze überraschte und den Spruch des Tages lieferte: „Do muss mir aaner scho aane eini’schlogn, damit mir’s Lacha aussaschlogt.“ Zu Deutsch: Da muss mir schon jemand eine reinhauen, damit mir das Lachen vergeht.

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