Nach Sieg im letzten Test : Basketballer "mit gutem Gefühl" nach Peking

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihre Generalprobe für die Olympischen Spiele in Peking gewonnen. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann besiegte am Donnerstagabend in Bamberg Finnland mit 78:67 (35:28). "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Peking", sagte Bauermann. Eine schlechte Nachricht gab es von Ademola Okulaja.

Elf Tage vor dem Olympia-Auftaktspiel gegen Angola war Chris Kaman vor rund 6500 Zuschauern in der JAKO-Arena mit 13 Punkten bester Werfer in der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). Superstar Dirk Nowitzki kam auf 11 Zähler. Am Samstag fliegen die deutschen Korbjäger von Frankfurt/Main aus nach Peking.

 „Es war zu erwarten, dass wir uns nach der Trainingspause am Anfang etwas schwer tun würden. Zudem hat uns die Begeisterung in der Halle zunächst vielleicht etwas zu sehr euphorisiert“, sagte Bauermann. Dennoch zeigte sich der Oberhausener zufrieden. „Wir
fahren mit viel Selbstvertrauen und einem guten Gefühl nach Peking“, sagte der Erfolgscoach.

Der Bundestrainer setzte in dem kurzfristig anberaumten Test zunächst auf jene Startformation, die beim Qualifikationsturnier in
Athen so erfolgreich zusammengespielt hatte. Neben den beiden NBA-Stars Nowitzki und Kaman standen der Frankfurter Konrad Wysocki, der Bamberger Demond Greene und Steffen Hamann von ALBA Berlin am Anfang auf dem Parkett. Im Laufe der Begegnung verschaffte der Nationalcoach aber auch den übrigen sieben Akteuren des Peking-Kaders Spielpraxis. Vor der Partie gegen die vom ehemaligen Bundestrainer Henrik Dettmann betreuten Finnen überreichte DBB-Präsident Ingo Weiss den Spielern ihre Olympia-Pässe.

Gegen die international eher zweitklassigen Skandinavier lag das deutsche Team von Beginn an in Führung, ohne dabei aber wirklich zu glänzen. Vielen Spielern, die nach der erfolgreichen Qualifikation allesamt mit kurz geschorenen Haaren aufliefen, war noch die einwöchige Trainingspause nach dem Turnier in Athen anzumerken. Erst am Montag hatte Bauermann seine „Helden von Athen“ wieder um sich versammelt.

In guter Verfassung präsentierte sich Kaman, der in den ersten beiden Vierteln jeweils die ersten vier Punkte für die deutschen Riesen erzielte. Sein NBA-Kollege Nowitzki fand dagegen in der ersten Halbzeit noch nicht seinen Rhythmus und kam bei einer
Wurfquote von nur 20 Prozent aus dem Feld lediglich auf fünf Zähler. Zur Pause lag die DBB-Auswahl dennoch mit sieben Punkten (35:28) in Front.

Auch nach dem Seitenwechsel lief im deutschen Team noch nicht alles rund. Dank eines sich nun steigernden Nowitzki kamen die
Gastgeber aber nie wirklich in Gefahr und warfen im Schlussviertel noch einen deutlichen Erfolg heraus. Überschattet wurde das Spiel von der Erkrankung des langjährigen Nationalspielers Ademola Okulaja. Der Bamberger, der Anfang Juli wegen Rückenproblemen aus dem Kader ausscheiden musste, teilte in einer Erklärung mit, dass vermutlich ein Tumor Grund für den Wirbelbruch in seinem Rücken war. Okulaja wird voraussichtlich ein Jahr nicht Basketball spielen können. (dpa)

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