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Nach Terroranschlägen in Brüssel : Belgien spielt doch - aber in Portugal

Das zunächst abgesagte Testspiel der belgischen Nationalmannschaft gegen Portugal findet doch statt - allerdings nicht in Brüssel, sondern in Leiria. Darauf einigten sich beide Verbände nach den Terror-Anschlägen vom Dienstag.

Belgiens Trainer Marc Wilmots (r.) mit Vincent Kompany.
Belgiens Trainer Marc Wilmots (r.) mit Vincent Kompany.Foto: dpa

Das zunächst abgesagt Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal soll am kommenden Dienstag im portugiesischen Leiria ausgetragen werden. Darauf einigten sich beide Verbände am Mittwoch nach Rücksprache mit den Sicherheitsbehörden, wie der belgische Verband mitteilte. Die Partie sollte eigentlich in Brüssel stattfinden, angesichts der Terrorattacken vom Dienstag war das Spiel am Mittwochvormittag allerdings zunächst komplett abgesetzt worden. Darum habe die Stadt Brüssel gebeten, hieß es zunächst.

Die Portugiesen boten daraufhin an, kurzfristig als Gastgeber des Spiels einzuspringen. Der belgische Verband dankte den Portugiesen für ihre Flexibilität und ihr Angebot. Der portugiesische Verband habe seine „volle Solidarität“ mit den belgischen Fußballern in dieser „harten und emotionalen Zeit“ bewiesen.

Zugleich gaben die Belgier bekannt, noch am Dienstag im Brüsseler König-Baudouin-Stadion trainieren zu wollen - hinter geschlossenen Türen. Bei der Einheit seien weder Fans noch Pressevertreter als Zuschauer zugelassen

Bei dem Terrorakt in Brüssel waren am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet und über 250 verletzt worden.

Im November vergangenen Jahres war kurz nach den Anschlägen von Paris bereits ein Testspiel der Belgier gegen Spanien abgesagt worden - auch dieses Match sollte in Brüssel stattfinden. Die belgische Regierung habe angesichts der erhöhten Terrorstufe zu dieser Maßnahme geraten, hieß es damals in belgischen Medien. (dpa)

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