Nach Tod von Macolm Glazer : Keiner will zu Manchester United kommen

Der Tod von Malcolm Glazer, dem früheren Besitzer von Manchester United, dürfte kein großes Problem für den englischen Rekordmeister darstellen. Problematisch dürfte die Tatsache werden, das wohl kein Starspieler zu Manchester United will. Ein Kommentar.

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Der Tod von Malcolm Glazer dürfte eigentlich kein großes Problem darstellen. Der frühere Besitzer von Manchester United soll seinen Kindern einen festen Plan für das weitere Management seiner Sportklubs überlassen haben. United inklusive. Trotz des Todes des sowieso unpopulärsten Manns in Manchester sollte also alles weiterlaufen. Besser sogar. Fußballerisch könnte United sogar vor einer glorreichen Rückkehr stehen. Dem neuen Trainer Louis van Gaal hat der Klub für Spielereinkäufe offenbar rund 250 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Beim größten Verein Englands sind alle Stars willkommen. Das Problem ist nur: keiner will kommen.

United spielt in der nächsten Saison weder in der Champions League noch in der Europa League. Viel Geld kann man in der roten Hälfte von Manchester zwar noch verdienen, aber auf sportlichen Ruhm gibt es seit dem Abgang von Alex Ferguson keine Garantie mehr. Auch die vielen Bayern-Stars, die mit United in Verbindung gebracht wurden, zeigen bislang keinen Hauch von Interesse. Thomas Müller hat Manchester schon ausgeschlossen, Toni Kroos auch. Bastian Schweinsteiger ist anscheinend nur ein Thema in den englischen Medien, weil die anderen schon abgesagt haben. Er wird wohl als Nächster absagen.

United braucht in diesem Sommer mindestens einen Linksverteidiger, einen Innenverteidiger, und am dringendsten einen Sechser. Die Verantwortlichen werden wohl entweder alle drei oder niemanden holen. Denn das funktioniert nach dem Schneeballsystem: Kommt ein Star, kommen andere nach. Kommt keiner, wird keiner das Risiko eingehen, für diesen Krisenklub zu spielen. Auch nicht, wenn er Manchester United heißt.

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