Nachgefragt bei Herthas Manager : "Wir haben hier immer zu viel Respekt"

Hertha hatte in München nicht den Hauch einer Chance. Trainer Lucien Favre war wenig angetan von der Leistung seiner Mannschaft. Was Manager Dieter Hoeneß dazu sagt.

Dieter Hoeneß
Dieter Hoeneß.Foto: dpa

Herr Hoeneß, Hertha war in München völlig chancenlos. Wie erklären Sie sich das nach dem guten Saisonstart?

Wie es dazu kam, frage ich mich auch. Dabei sage ich immer, dass das Spiel bei den Bayern das leichteste der Saison ist, weil man nichts zu verlieren hat. Aber wir haben hier immer zu viel Respekt, wir sind mit schöner Regelmäßigkeit zu gehemmt. Aber keine Sorge: Es ist nicht so, dass wir nächstes Mal nicht mehr herkommen würden. Wir werden es wieder probieren.

Ist der Kader nach der Verletzung von Chermiti doch nicht gut genug für die Ziele in dieser Saison?

Daran liegt es nicht. Heute sind einfach zu viele Spieler, die auf dem Platz standen, unter ihren Möglichkeiten geblieben, auch einige arrivierte. Der eine oder andere muss nach diesem Spiel mal in sich gehen.

Dennoch wollen Sie auf den letzten Drücker noch einen Spieler verpflichten?

Die schwere Verletzung von Amine Chermiti hat unsere Planungen beeinflusst. Wir wollen im offensiven oder im Sturm noch etwas tun. Wir müssen sehen, ob es noch klappt. Montagmittag ist der erste Termin. Da muss der Spieler auf der Transferliste stehen. Es liegt teilweise nicht in unserer Hand. Aber klar ist auch: Wir werden nicht aus Prinzip jemanden holen, sondern nur, wenn es auch Sinn macht.

Aufgezeichnet von Sebastian Krass

Dieter Hoeneß, 55, ist seit 1997 Manager von Hertha BSC. Derzeit sucht er noch einen offensiven Spieler. Heute endet aber die Periode für Transfers.

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