• Nachhilfe für Fußballtrainer DFB-Präsident Mayer-Vorfelder für bessere Schulung der Coaches

Sport : Nachhilfe für Fußballtrainer DFB-Präsident Mayer-Vorfelder für bessere Schulung der Coaches

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Frankfurt (Main ) (Tsp). Gerhard Mayer Vorfelder machte ein langes Gesicht. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) berichtete, Untersuchungen in einem Landesverband hätten ergeben, dass ein Viertel der Übungsleiter im Jugendbereich zuvor noch nie etwas mit Fußball zu tun gehabt hätten. „Das hat mich erschreckt“, sagte Mayer-Vorfelder am Dienstag in Frankfurt am Main.

Der DFB wird künftig neben der Förderung der Talente auch die Vereinstrainer schulen. Zudem soll das Training in den Stützpunkten durch eine sportwissenschaftliche Begleitung kontrolliert und verbessert werden. „Es wird eine neue Welle anrollen, mit der wir einen weiteren Schritt nach vorn machen“, sagte Mayer-Vorfelder. Das seit einem Jahr laufende Talentförder-Programm des DFB geht in die letzte Phase. Nachdem bislang 22 099 Kinder und Jugendliche in den 387 DFB-Stützpunkten geschult wurden, sollen jetzt auch die Vereins-Trainer die Möglichkeit zur Weiterbildung bekommen. „Es fehlt an der Grundausbildung. Die Übungsleiter müssen besser qualifiziert werden“, erklärte der DFB-Präsident.

Es sollen Grundlagen für ein adäquates Training der Fußballer in jedem Altersbereich gelegt werden. Übungsleiter aus rund 7000 Vereinen, die auch mit Spielern in den Stützpunkten vertreten sind, sollen zusätzliche Einblicke in Trainingslehre und -aufbau bekommen. Um die Trainer der weiteren rund 20 000 Clubs bundesweit kümmern sich die jeweiligen Landesverbände.

Zu einer gezielteren und Erfolg versprechenderen Auswahl hoch talentierter Spieler soll auch die Sporthochschule in Köln beitragen. „Bei einem Projekt, das zehn Millionen Euro pro Jahr kostet, halte ich eine wissenschaftliche Begleitung für zwingend“, sagte Mayer-Vorfelder. „Nach Aussagen von Sportwissenschaftlern gibt es in jedem Jahrgang weiterhin drei bis fünf Prozent fußballerisch Hochbegabte. Diesen Kreis müssen wir erfassen.“

Zudem kündigte der DFB-Präsident an, gegen die seiner Meinung nach zu hohe Zahl von Ausländern in der Bundesliga vorzugehen. Er kritisierte erneut die Möglichkeit, fünf Nicht-Europäer pro Team bei einem Bundesligaspiel einsetzen zu können.

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