Sport : Nachladen und siegen

Wie Michael Greis die deutsche Staffel zu Gold führte

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Der letzte Schuss ging daneben. Michael Greis, Schlussläufer der deutschen WMStaffel, musste nachladen. Er lag in Führung, doch Ole Einar Björndalen und Raphael Poirée kamen näher. „Ich habe gedacht, schade, und auf den Nachlader gehofft. Als ich sicher getroffen habe, dachte ich, das Ding läuft“, erzählte der 27-jährige Allgäuer. Es klang so, als sei er bei einem Gaudirennen gewesen. Die Souveränität verblüfft, schließlich landete Greis bei der WM 2003 noch auf Rang 29. Je ein dritter, vierter und fünfter Platz im Weltcup in diesem Winter ließen ihn selbstbewusst werden, genauso wie die Ränge fünf und neun bei der WM, mit denen er Peter Sendel aus der Staffel verdrängte. In der Bundeswehrkaserne, in der die Deutschen wohnen, feierte Greis den Titel mit den Staffelkollegen Frank Luck, Ricco Groß und Sven Fischer, die er früher im Fernsehen bewundert hatte. Erst hier kam es zu Problemen: der von Luck spendierte Champagner war gefroren, die Sieger mussten mit Bier vorlieb nehmen. ru

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