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DAS PHRASENSCHWEIN IST FÜR UNS EINE NO-GO-AREA“ BÉLA RÉTHY

Und das sagt Philipp Köster dazu: Sie haben es wirklich nicht leicht, die Kommentatoren im Fernsehen. Müssen 90 Minuten lang ununterbrochen reden, einschätzen, bewerten. Wie schnell ist da ein windschiefes Wortspiel, eine vergurkte Metapher, ein billiger Allgemeinplatz formuliert. Gerade ZDF-Reporter Béla Réthy weiß, wovon er redet. Als Christian Ziege mal vom Platz humpelte, diagnostizierte er: „Ziege ist da umgeknickt. Scheint sich um eine Schulterverletzung zu handeln.“ Eine Einwechslung von Oliver Bierhoff ließ ihn resignieren: „Durch Bierhoffs Einwechslung hat sich nichts geändert. Im Gegenteil.“ Und schließlich hatte Réthy stets ein Faible für mathematische Kuriositäten: „Jetzt kommt einer, der in der Lage ist, im Eins-gegen-Eins-Spiel Überzahl zu schaffen.“ Bei der Euro 2008 wird Réthy alle deutschen Spiele im ZDF kommentieren. Da ist es gut, dass er schon mal prophylaktisch den Phrasen den Kampf ansagt. Auch wenn das nichts ändern wird. Im Gegenteil.

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