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„ICH BIN DANN ETWAS DEUTLICHER GEWORDEN.“ JOACHIM LÖW

Und das sagt Philipp Köster dazu: Zum Jobprofil des Bundestrainers gehört neben allerlei branchenspezifischen Kenntnissen auch eine gewisse Unempfindlichkeit. Den Nationalcoach muss es kalt lassen, wenn die Boulevardpresse ihn zum Abschuss freigibt, Funktionäre intrigieren und Fans seinen Kopf fordern. Stets muss er souverän und abgeklärt wirken – wie Horst Köhler im Schloss Bellevue. Wie es sich eben gehört für die höchsten Staatsämter. Joachim Löw hat sich bisher an diese Regel gehalten und ist gut damit gefahren. Seine präsidiale Amtsführung verlieh ihm Autorität, selbst wenn die Nationalelf gerade einen Grottenkick hingelegt hatte. Er sollte es sich deshalb nicht zur Gewohnheit werden lassen, mit Schiedsrichtern verbal zu catchen und anschließend auf der Tribüne mit Merkel und Becker die Fanmeile nachzuspielen. Dann ist Joachim Löw nämlich plötzlich nicht mehr Horst Köhler, sondern nur noch Oskar Lafontaine.

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