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HÄNDE, DIE ANPACKEN

Hart erarbeiten musste sich Massa als 17-Jähriger seinen ersten Besuch im Fahrerlager der Formel 1. Sein damaliger Manager, der einige Restaurants besaß, stellte ihm beim Brasilien-Grand- Prix 1998 ein Ticket in Aussicht, wenn er die vereinbarten Essenslieferungen an die Teams übernehmen würde. Massa packte an und sagte zum damaligen Benetton-Koch: „Ich seh’ dich mal als Formel-1-Pilot wieder.“ Er behielt recht: Heute bereitet derselbe Mann das Essen bei Ferrari zu.

SCHLAU WIE EIN BAUER

Ein guter Rennfahrer war Felipe Massa schon als Kind, ein guter Schüler nicht unbedingt. Zum Ärger seines Vaters brachte er viele schlechte Noten nach Hause. An Bauernschläue mangelte es Massa allerdings schon damals nicht: Als er einmal zu Trainingszwecken im Kart einen Tank leer fahren sollte, aber keine Lust hatte, lockerte er einfach den Benzinschlauch.

Formel-1-Liveticker und Hintergründe: www.tagesspiegel.de/formel1

EIN HERZ WIE EIN STEIN

Seit 2007 ist Massa verheiratet mit der vier Jahre älteren Raffaella Bassi, deren Familie eine große Modekette betreibt. „Als ich ihn kennenlernte, hatte Felipe gerade seinen Job bei Sauber verloren und war ziemlich down. Aber gerade durch die schweren Phasen ist er stärker und besser geworden“, sagt sie. Nicht ohne Grund nennt sie ihn gern „Pedrinho“. Das heißt „Steinchen“ – klein, aber hart.

GLÜCK PER UNTERHOSE

Seit seinem ersten Sieg in Istanbul 2006 trägt Massa bei allen Rennen aus Aberglauben immer den gleichen Schlüpfer. Als jemand wissen wollte, ob das wertvolle Teil denn zwischendurch auch gewaschen werde, fragte Massa grinsend zurück: „Tragen Sie etwa nicht manchmal zwei Tage hintereinander die gleiche Unterhose?“ Aber es gibt Hoffnung für die Hygiene: „Wenn mir die Hose zum Titel verhilft, dann schicke ich sie vielleicht in Rente.“

GEFÜHL NICHT NUR IM GASFUSS

Der größte Fan von Fitnesstraining ist Massa nicht unbedingt. „Er spielt lieber mal eine Partie Fußball“, sagt sein Fitnesscoach Vanderlei Perreira. Oder guckt zu: Massa ist glühender Anhänger des FC São Paulo. Ein Streitpunkt mit seinem Freund Rubens Barrichello, denn der ist Corinthians-Fan – und das ist in São Paulo so unvereinbar wie in München Bayern und 1860.

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