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Albas Basketballer müssen zwischen den Spielen gegen die Meister aus der Türkei und Spanien nach Ulm

Lars Spannagel

Berlin - Erst der Türkische Meister, dann der Spanische Meister. Dazwischen: Ulm. Auf ihrer achttägigen Auswärtsreise machen die Basketballer von Alba Berlin am Sonntag in Schwaben Station (15 Uhr, Zusammenfassung in der ARD-Sportschau). Auch wenn der aktuelle Tabellenzweite der Bundesliga neben den beiden Europaligaklubs nicht die ganz große Attraktion darstellt: Geschäftsführer Marco Baldi ist sich sicher, dass seine Spieler im 1000. Spiel der Alba-Vereinsgeschichte keine Motivationsprobleme haben werden. Die Berliner wollen so schnell wie möglich das Gefühl der Niederlage loswerden, das ihnen laut Baldi seit dem unglücklichen 73:82 am Donnerstag bei Fenerbahce Istanbul „in der Bauchgegend rumrumort“.

Rumort hatte es auch in der vergangenen Saison in Berlin, als Alba beide Partien gegen die Schwaben (90:92 in Ulm und 90:94 in der Max-Schmeling-Halle) verlor. Besonders unangenehm für die Berliner könnte heute Ulms Jeff Gibbs werden. Obwohl der US-Amerikaner nur 1,88 Meter groß ist, nimmt er bei Ulm die Position des unermüdlichen Wühlers unter den Körben ein. Momentan ist er sogar der zweitbeste Rebounder der ganzen Liga, gegen Düsseldorf wuchtete er seine 110 Kilogramm zu 20 Rebounds.

In Ulm stößt Johannes Herber zum Alba-Team. In der Bundesliga müssen drei Deutsche auf dem Meldebogen stehen, unter den elf Spielern, die nach Istanbul geflogen waren, waren nur zwei: Steffen Hamann und Philip Zwiener. Herber hatte Alba nach seinem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison zuletzt wegen einer Muskelverletzung gefehlt. Vielleicht kann Herber seinen von dem anstrengenden Tripp in die Türkei ausgelaugten Mitspielern ein paar Pausen verschaffen, ein Sieg in Ulm würde Albas Selbstvertrauen für das nächste Spiel in der Europaliga bei Tau Vitoria am Mittwoch stärken. Und so wünscht sich Albas Sportdirektor Henning Harnisch vor allen Dingen eines: „Für uns geht es darum, wieder in Tritt zu kommen.“ Lars Spannagel

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