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Die Eisbären treten in Hamburg an – beide Eishockey-Teams pausieren derzeit mehr als ihnen lieb ist

Claus Vetter

Berlin – Die Hamburg Freezers und die Eisbären Berlin haben so einiges gemeinsam – denselben Eigner, eine moderne Großarena und damit auch ein Problem: Weil Besitzer Philip Anschutz vor allem auf Konzerte setzt, müssen seine Eishockey-Klubs mitunter Platz machen. In der laufenden Saison der Deutschen Eishockey-Liga schlägt sich das mittlerweile auch in der Tabelle nieder: Die Tabellenneunten aus Hamburg empfangen am Sonntag den Tabellenachten (14.30, live auf Premiere). Doch so schlecht wie ihr Rang das vermuten ließe, sind beide Klubs wohl nicht. Die Freezers haben zwei, die Eisbären drei Spiele weniger hinter sich als Tabellenführer Krefeld Pinguine.

Die Hamburger und Berliner mussten zuletzt also häufiger pausieren, als ihnen lieb sein konnte. Die vielen Nachholspiele könnten zusätzlichen Stress bringen. Zurzeit allerdings klagen besonders die Eisbären über „Rhythmusstörungen“ – Schuld sei der löchrige Spielplan, sagt ihr Manager Peter John Lee. Immerhin haben die Berliner nach sechs Spielen ohne Sieg in 60 Minuten nun wieder ein Erfolgserlebnis hinter sich. 5:1 siegten sie am Freitag in Iserlohn und Trainer Don Jackson freute sich über „die gute Ordnung in unserem Spiel“. Aus der Krise sei man mit einem Sieg aber noch nicht, sagt Lee. „Wir müssen in Hamburg da weitermachen, wo wir in Iserlohn aufgehört haben.“

Gegen einen guten Auftritt in der Hamburger Arena werden wohl besonders die Spieler etwas haben, die einst für die Eisbären aktiv waren. Fünf ehemalige Berliner sind in Hamburg unter Vertrag – einer davon machte zuletzt besonders mit Toren auf sich aufmerksam: Elia Ostwald. Der junge Stürmer ist allerdings nur an die Freezers ausgeliehen, Lee überlegt nun, ihn Ende November zurückzuholen. „Wir sind ja stolz, dass so viele unserer jungen Spieler in der DEL unterwegs sind“, sagt Lee. „Aber angesichts unser harten Belastung in den kommenden Monaten brauchen wir wohl einen breiteren Kader. Wahrscheinlich brauchen wir Ostwald.“ Schließlich sei das Programm der Eisbären nach einer zehntägigen Pause in der DEL sehr umfangreich. Neben der Champions League sind da noch einige Nachholspiele zu absolvieren – am besten ohne Rhythmusstörungen. Claus Vetter

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