Sport : Nachrichten

AG

Vom polnischen Team, gegen das die deutsche Mannschaft am 14. Juni in Dortmund antreten wird, hat man international schon länger nichts mehr gehört. Die sportlich erfolgreichen Zeiten liegen lange zurück. 1972 hatte die Mannschaft noch Fußballturnier der Olympischen Spiele in München gewonnen und belegte zwei Jahre später bei der Fußball-WM in Deutschland – nach dem legendären Wasserschlacht-Spiel gegen Deutschland (0:1) in der Zwischenrunde – den dritten Platz. 1982 schafften sie das erneut, dann aber ging es bergab. Zuletzt bei der EM in Portugal war Polen nicht einmal dabei und bei der WM 2002 in der Vorrunde schied das Team kläglich aus.

„Wir kreieren nun eine neue Geschichte“, hatte Polens Torhüter Jerzy Dudek vom FC Liverpool nach der geschafften Qualifikation gest. Schwer war die Gruppe mit Aserbaidschan oder Wales allerdings nicht gerade, die beiden Spiele gegen England gingen auch prompt verloren. Und doch spricht einiges dafür, dass die Mannschaft bei der WM eine bessere Rolle spielen wird als in der Vergangenheit. Vor allem die Offensivabteilung ist stark. Ebi Smolarek, der immerhin schon 14 Tore für Dortmund erzielt hat, spielt gemeinsam mit den beiden Spitzen Tomasz Frankowski (Elche CF) und Maciej Zurawski (Celtic Glasgow). Die beiden haben in der Qualifikation je sieben Tore erzielt.

Nur die Abwehr ist anfällig, auch deshalb geriet Trainer Pawel Janas (52) schwer in die Kritik. „Wir wurden so von den Medien gehetzt und unter Druck gesetzt, dass ich mit den Nerven am Ende war“, sagte Janas nach der Qualifikation. Eigentlich besteht nicht viel Hoffnung auf entspanntere Tage, denn sein Kapitän hat es vorgezogen, statt in Frankreich in der Wüste zu spielen. Abwehrchef Jacek Bak spielt in Katar nicht gerade gegen Gegner von höchstem Niveau. Doch gegen Costa Rica und Ekuador dürften sich die Polen Chancen zum Weiterkommen ausrechnen. AG

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben