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Thomas Morgenstern ist erst 19 und trotzdem schon erfahren – er könnte das Skispringen künftig dominieren

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Vielleicht kann folgende Episode die ungewöhnliche Popularität des Skispringers Thomas Morgenstern verdeutlichen. In Österreich streiten sich gegenwärtig die Orte Villach und Seeboden, wer die Siegesfeier für den Doppelolympiasieger ausrichten darf. In Villach befindet sich Morgensterns Skiklub, in Seeboden ist der Skispringer aufgewachsen. Dort wird auch demnächst der Hauptplatz in „Thomas-Morgenstern-Platz“ umbenannt. All das für einen 19-Jährigen.

Der österreichische Skispringer Thomas Morgenstern zählt zu den neuen Helden der Spiele von Turin. Nach seinem Olympiasieg auf der Großschanze gelang ihm auch noch der Sieg im Teamwettbewerb. Dort entschied sein letzter Sprung über Gold, Silber oder Bronze. Er hielt dem Druck stand und schaffte die zweitgrößte Weite des Abends. Thomas Morgenstern, den alle nur „Morgi“ rufen, ist nervenstark und frech, besitzt aber trotz seiner Jugendlichkeit einiges an Erfahrung: Mit 16 debütierte er im Weltcup, er überwand die schwere Verletzung vor drei Jahren, als ihn in Kuusamo eine Windböe in der Luft erfasste und auf den Hügel knallte, Weltmeister mit der Mannschaft war er auch schon. Die Österreicher können sich glücklich schätzen, einen so jungen Siegspringer in ihren Reihen zu wissen. Zumal sich der Trend abzeichnet, dass im Skispringen verstärkt die älteren Athleten erfolgreich sind. Für Thomas Morgenstern könnte das bedeuten, dass er in Turin nicht seine letzten olympischen Medaillen gewonnen hat. ben

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