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Ted Ligety fährt erst seit drei Jahren im Weltcup und hängte die Stars auf demWeg zu Gold in der Kombination ab

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Vor zwölf Tagen ging es Ted Ligety nicht gut. Auf der Pressekonferenz nach dem zweiten Kombinationsslalom konnte er sich nur schwer artikulieren, seine Stimme krächzte, gelegentlich musste er husten. „Ich bin ziemlich erkältet“, sagte der 21-Jährige. Das hat ihn an jenem Tag allerdings nicht daran gehindert, Gold zu gewinnen.

Ted Ligety aus Park City gehört die Zukunft im alpinen Skisport. In der Kombination besiegte er überraschend Größen wie Benjamin Raich aus Österreich oder Bode Miller aus den USA. Im zweiten Slalom der Kombination hatte er die besten Nerven bewiesen. Auch im gestrigen Spezialslalom zählte er zu den Favoriten, im ersten Lauf kam er nur zwei Hundertstel hinter dem Führenden im Zielraum an. Doch wegen eines Torfehlers wurde er disqualifiziert. Trotzdem trägt er künftig die Hoffnungen der amerikanischen Fans, zumal Bode Miller mehrfach erklärt hat, dass ihm das Skifahren keinen großen Spaß mehr bereitet.

Ligety steht im Gegensatz zu dem exzentrischen Star des US-Teams. Er verkörperte eher den All-American-Boy: freundlich, sportlich, gut aussehend – und vielleicht ein bisschen langweilig. Erst seit drei Jahren fährt er im Weltcup, im Slalom hat er sich in dieser Saison auf Rang drei der Gesamtwertung vorgearbeitet. „Ich werde mich nicht lange darüber ärgern“, sagte er gestern nach dem Slalom, „vielleicht nur für ein paar Minuten.“ Der Blick in die Zukunft lohnt sich mehr. ben

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